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	<title>Kommentare zu: Probleme des &#8220;korrekten Konsumenten&#8221;</title>
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	<description>Konsum und Umwelt, Konsum und Lebensqualität, Konsum und Kritik</description>
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		<title>Von: mutant</title>
		<link>http://konsumblog.de/konsumarchiv/2007/01/24/probleme-des-korrekten-konsumenten/comment-page-1/#comment-11256</link>
		<dc:creator>mutant</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2007 02:28:06 +0000</pubDate>
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		<description>keiner denkt an die, weil sie eine minderheit sind.
es gibt bioprodukte im supermarkt, weil dies mal ein trend war. ob sich das haelt?
es gibt vegane/vegetarische produkte, weil das ein trend ist. ein trend, der aber zb nicht unbedingt einhergeht mit einer grundlegenden kritik an herstellung von lebensmitteln.
und so fort. kann man sich nicht drauf ausruhen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>keiner denkt an die, weil sie eine minderheit sind.<br />
es gibt bioprodukte im supermarkt, weil dies mal ein trend war. ob sich das haelt?<br />
es gibt vegane/vegetarische produkte, weil das ein trend ist. ein trend, der aber zb nicht unbedingt einhergeht mit einer grundlegenden kritik an herstellung von lebensmitteln.<br />
und so fort. kann man sich nicht drauf ausruhen.</p>
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		<title>Von: Ralph</title>
		<link>http://konsumblog.de/konsumarchiv/2007/01/24/probleme-des-korrekten-konsumenten/comment-page-1/#comment-11206</link>
		<dc:creator>Ralph</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2007 11:06:41 +0000</pubDate>
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		<description>Gut gegeben. Und es stimmt, wer denkt beim Nachdenken &#252;ber kritischen Konsum an die Studenten oder auch an die Jugendlichen, die trotz Mittel keine Markenfetischisten geworden sind, sondern durchaus kritisch zur Globalisierung stehen. Davon habe ich auch schon ein paar kennengelernt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gut gegeben. Und es stimmt, wer denkt beim Nachdenken &#252;ber kritischen Konsum an die Studenten oder auch an die Jugendlichen, die trotz Mittel keine Markenfetischisten geworden sind, sondern durchaus kritisch zur Globalisierung stehen. Davon habe ich auch schon ein paar kennengelernt.</p>
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		<title>Von: Roland</title>
		<link>http://konsumblog.de/konsumarchiv/2007/01/24/probleme-des-korrekten-konsumenten/comment-page-1/#comment-11184</link>
		<dc:creator>Roland</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2007 00:43:52 +0000</pubDate>
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		<description>Was ist mit uns, den kritischen, ledigen, fair-trade Kaffee bevorzugenden und Rad fahrenden Studenten? Welche Zielgruppe sind wird? Wir sind keine nimmersatten Konsumenten mit Markenbewusstsein. Wir kaufen wenig, weil wir mehr nicht k&#246;nnen und achten auf Qualit&#228;t, damit wir das Produkt lange nutzen k&#246;nnen. Wir werfen nichts weg.
Reisen? H&#246;chstens mit dem Semesterticket zu Mutti.
Klar, die Discounter sprechen uns in gleichem Ma&#223;e an, wie diejenigen, die auch nicht viel haben oder mehr haben aber nichts ausgeben wollen. Wir kaufen dort wenig. Das aber mit schlechtem Gewissen und d&#252;nnem Geldbeutel.
Zugegeben, wir schaden der Dienstleistungsgesellschaft: Fris&#246;r und Handwerker brauchen wir nicht.
Wir setzen uns auch daf&#252;r ein, dass hinter der Beschreibung des Mensaessens wenig Fu&#223;noten (Farbstoffe, Geschmacksverst&#228;rker, ...) auftauchen.
Geld haben wir nicht. Bildung vielleicht und Zeit manchmal. Aber gr&#252;n w&#228;hle ich nicht. Die haben von Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit nicht viel geh&#246;rt. Dann lieber weniger Radwege.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist mit uns, den kritischen, ledigen, fair-trade Kaffee bevorzugenden und Rad fahrenden Studenten? Welche Zielgruppe sind wird? Wir sind keine nimmersatten Konsumenten mit Markenbewusstsein. Wir kaufen wenig, weil wir mehr nicht k&#246;nnen und achten auf Qualit&#228;t, damit wir das Produkt lange nutzen k&#246;nnen. Wir werfen nichts weg.<br />
Reisen? H&#246;chstens mit dem Semesterticket zu Mutti.<br />
Klar, die Discounter sprechen uns in gleichem Ma&#223;e an, wie diejenigen, die auch nicht viel haben oder mehr haben aber nichts ausgeben wollen. Wir kaufen dort wenig. Das aber mit schlechtem Gewissen und d&#252;nnem Geldbeutel.<br />
Zugegeben, wir schaden der Dienstleistungsgesellschaft: Fris&#246;r und Handwerker brauchen wir nicht.<br />
Wir setzen uns auch daf&#252;r ein, dass hinter der Beschreibung des Mensaessens wenig Fu&#223;noten (Farbstoffe, Geschmacksverst&#228;rker, &#8230;) auftauchen.<br />
Geld haben wir nicht. Bildung vielleicht und Zeit manchmal. Aber gr&#252;n w&#228;hle ich nicht. Die haben von Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit nicht viel geh&#246;rt. Dann lieber weniger Radwege.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Ralph</title>
		<link>http://konsumblog.de/konsumarchiv/2007/01/24/probleme-des-korrekten-konsumenten/comment-page-1/#comment-10923</link>
		<dc:creator>Ralph</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2007 18:27:54 +0000</pubDate>
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		<description>Ich gebe zu, ich bin auch schon ein wenig weiter. Aber die Erfahrung zeigt, dass bei bestimmten „Bed&#252;rfnissen“ (oder welche, die man sich einredet oder einreden lassen hat), die unerwartet auftauchen k&#246;nnen, umweltvertr&#228;gliche Vernunft und gute Vors&#228;tze schnell ins Wanken geraten k&#246;nnen. Meisterhaftes Verdr&#228;ngen nenne ich das und es scheint uns allgemein eigen zu sein. 

Ich bin lange mit wenig Geld ausgekommen, ohne ungl&#252;cklich gewesen zu sein - die Erfahrungen m&#246;chte ich nicht missen, Verlust- und Abstiegsangst k&#246;nnen sich dadurch relativieren, aber wie hei&#223;t es so sch&#246;n, wer mehr hat, hat auch mehr zu verlieren, zumindestens bildet man sich das gerne ein, so scheint es mir manchmal, wenn der gutsituierte Zeitgenosse von Irgendwo &#252;ber schlechte Zeiten schimpft. 

Ich beobachte nun an mir, das Einiges im Laufe der Zeit selbstverst&#228;ndlich geworden ist, auf was ich ohne Qualen verzichtet k&#246;nnte ;-). Ob das W&#252;nsche nach gewissen Produkten sind oder der Kauf eines neuen Computers, obwohl es der alte noch tun w&#252;rde. Die Anspr&#252;che wachsen, wer mehr hat, will mehr und immer mehr, bis die &#252;berfl&#252;ssigen bis ausrangierten Dinge sich im Keller bis an die Decke stappeln. Zum Gl&#252;ck habe ich da in mir gewisse Alarmglocken und auch das Bewusstsein, dass sich mit weniger im gewissen Sinne viel leichter leben l&#228;&#223;t und dass es viele Dinge gibt, die man nicht kaufen muss, um geniessen, wachsen, lernen, Erfahrungen sammeln, staunen, also gut leben zu k&#246;nnen. Der schlimmste Abstieg w&#228;re f&#252;r mich, wenn ich zum arrivierten (und dies nat&#252;rlich als Naturgesetz betrachtend) und  hochglanzgestylten Mittelschichler mutieren w&#252;rde, der den Menschen in mancher Telekom-Werbung nahekommt, die weichgezeichnet am Notebook sitzend ihre naive und hohle Technik- und Produktanbetung zelebrieren.

Irgendwie ist es manchmal pervers - an die vielen Millionen Menschen denkend, die weit unter dem Existenzminimun leben m&#252;ssen -, wenn man hin- und hergerissen ist zwischen Anspruch und Lust, Nachdenklichkeit und Verdr&#228;ngen. Das geht von der Unf&#228;higkeit, auf Pommes mit Curry-Wurst zu verzichten, obwohl man die unglaubliche Tierq&#228;ulerei der Fleischindustrie verabscheut und eigentlich weiss, dass man nicht selten Scheisse mit Pelle frisst, bis hin zur &#252;berm&#228;&#223;igen Besch&#228;ftigung mit Produkten, die einen in Beschlag nehmen (auch weil sie auf Schnellkaputt produziert wurden), anstatt etwas zu tun, was einem gut tut, wie ein entspannter Spaziergang, eine anregende Unterhaltung oder ein gutes Buch, das man schon seit langem lesen wollte; und anstatt etwas zu bewegen, was auch anderen n&#252;tzen und gut tun w&#252;rde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu, ich bin auch schon ein wenig weiter. Aber die Erfahrung zeigt, dass bei bestimmten „Bed&#252;rfnissen“ (oder welche, die man sich einredet oder einreden lassen hat), die unerwartet auftauchen k&#246;nnen, umweltvertr&#228;gliche Vernunft und gute Vors&#228;tze schnell ins Wanken geraten k&#246;nnen. Meisterhaftes Verdr&#228;ngen nenne ich das und es scheint uns allgemein eigen zu sein. </p>
<p>Ich bin lange mit wenig Geld ausgekommen, ohne ungl&#252;cklich gewesen zu sein &#8211; die Erfahrungen m&#246;chte ich nicht missen, Verlust- und Abstiegsangst k&#246;nnen sich dadurch relativieren, aber wie hei&#223;t es so sch&#246;n, wer mehr hat, hat auch mehr zu verlieren, zumindestens bildet man sich das gerne ein, so scheint es mir manchmal, wenn der gutsituierte Zeitgenosse von Irgendwo &#252;ber schlechte Zeiten schimpft. </p>
<p>Ich beobachte nun an mir, das Einiges im Laufe der Zeit selbstverst&#228;ndlich geworden ist, auf was ich ohne Qualen verzichtet k&#246;nnte ;-). Ob das W&#252;nsche nach gewissen Produkten sind oder der Kauf eines neuen Computers, obwohl es der alte noch tun w&#252;rde. Die Anspr&#252;che wachsen, wer mehr hat, will mehr und immer mehr, bis die &#252;berfl&#252;ssigen bis ausrangierten Dinge sich im Keller bis an die Decke stappeln. Zum Gl&#252;ck habe ich da in mir gewisse Alarmglocken und auch das Bewusstsein, dass sich mit weniger im gewissen Sinne viel leichter leben l&#228;&#223;t und dass es viele Dinge gibt, die man nicht kaufen muss, um geniessen, wachsen, lernen, Erfahrungen sammeln, staunen, also gut leben zu k&#246;nnen. Der schlimmste Abstieg w&#228;re f&#252;r mich, wenn ich zum arrivierten (und dies nat&#252;rlich als Naturgesetz betrachtend) und  hochglanzgestylten Mittelschichler mutieren w&#252;rde, der den Menschen in mancher Telekom-Werbung nahekommt, die weichgezeichnet am Notebook sitzend ihre naive und hohle Technik- und Produktanbetung zelebrieren.</p>
<p>Irgendwie ist es manchmal pervers &#8211; an die vielen Millionen Menschen denkend, die weit unter dem Existenzminimun leben m&#252;ssen -, wenn man hin- und hergerissen ist zwischen Anspruch und Lust, Nachdenklichkeit und Verdr&#228;ngen. Das geht von der Unf&#228;higkeit, auf Pommes mit Curry-Wurst zu verzichten, obwohl man die unglaubliche Tierq&#228;ulerei der Fleischindustrie verabscheut und eigentlich weiss, dass man nicht selten Scheisse mit Pelle frisst, bis hin zur &#252;berm&#228;&#223;igen Besch&#228;ftigung mit Produkten, die einen in Beschlag nehmen (auch weil sie auf Schnellkaputt produziert wurden), anstatt etwas zu tun, was einem gut tut, wie ein entspannter Spaziergang, eine anregende Unterhaltung oder ein gutes Buch, das man schon seit langem lesen wollte; und anstatt etwas zu bewegen, was auch anderen n&#252;tzen und gut tun w&#252;rde.</p>
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		<title>Von: Macsico</title>
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		<dc:creator>Macsico</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2007 16:28:39 +0000</pubDate>
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		<description>Bin alle Punkte des Zitats durchgegangen, und sehe, das kein Punkt auf mich zutrifft - bis auf die Gr&#252;nen-Affinit&#228;t. Die ist aber im Sinken begriffen, je mehr die obigen Punkte auf die anderen W&#228;hler zutreffen ...

Ja, das n&#246;tige Kleingeld ist bei mir da, aber auch erst seit 6 Jahren. Vieles von dem oben zitierten habe ich mir fr&#252;her nicht angew&#246;hnen k&#246;nnen (fliegen, Fernreisen, R&#252;cklagen) und/oder wollen (Auto, Fernreisen). Die Wurzeln dieser Entscheidungen liegen allerdings schon im Schnitt mindestens 20 Jahre zur&#252;ck, so da&#223; mir eine Umsetzung so nach und nach nicht schwerfiel, als das Geld schlie&#223;lich dazukam.

Kurz gesagt: es geht schon, wenn man viele Dinge bereits fr&#252;hzeitig  &quot;rausgeworfen&quot; hat. Trotzdem sind noch zu viele Kompromisse &#252;brig gebleiben, an denen ich arbeite.

Eine ausgesprochene Schw&#228;che sind Computer von Apple, und dagegen ist kein Kraut gewachsen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bin alle Punkte des Zitats durchgegangen, und sehe, das kein Punkt auf mich zutrifft &#8211; bis auf die Gr&#252;nen-Affinit&#228;t. Die ist aber im Sinken begriffen, je mehr die obigen Punkte auf die anderen W&#228;hler zutreffen &#8230;</p>
<p>Ja, das n&#246;tige Kleingeld ist bei mir da, aber auch erst seit 6 Jahren. Vieles von dem oben zitierten habe ich mir fr&#252;her nicht angew&#246;hnen k&#246;nnen (fliegen, Fernreisen, R&#252;cklagen) und/oder wollen (Auto, Fernreisen). Die Wurzeln dieser Entscheidungen liegen allerdings schon im Schnitt mindestens 20 Jahre zur&#252;ck, so da&#223; mir eine Umsetzung so nach und nach nicht schwerfiel, als das Geld schlie&#223;lich dazukam.</p>
<p>Kurz gesagt: es geht schon, wenn man viele Dinge bereits fr&#252;hzeitig  &#8220;rausgeworfen&#8221; hat. Trotzdem sind noch zu viele Kompromisse &#252;brig gebleiben, an denen ich arbeite.</p>
<p>Eine ausgesprochene Schw&#228;che sind Computer von Apple, und dagegen ist kein Kraut gewachsen &#8230;</p>
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