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	<title>Kommentare zu: Kollektives Hungergef&#252;hl und Tierqu&#228;lerei</title>
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	<description>Konsum und Umwelt, Konsum und Lebensqualität, Konsum und Kritik</description>
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		<title>Von: Ralph</title>
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		<dc:creator>Ralph</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2007 09:23:02 +0000</pubDate>
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		<description>Mein Text war kein pers&#246;nliches Leidensbekenntnis, nur eine &#252;berspitzte Darstellung dieses unl&#246;sbaren Dilemmas zwischen dem Wunsch, &quot;ethisch&quot; konsumieren zu wollen und der nackten und uns bis in die pers&#246;nlichsten Bereiche beeinflussenden Realit&#228;t des Kapitalismus und seines Warenwahns.
 
Ich pers&#246;nliche freue mich, dass ich &#214;kolebensmittel kaufen kann und empfinde das als Privileg, gleichwohl denke ich beim Essen selbst nicht daran (ich bin doch kein Hinterfragfanatiker ;-), sondern geniesse es. Und die Bratwurst vom Nachbar st&#252;rzt mich in der Tat nicht in eine Identit&#228;tskrise. Distanz schafft eher diese Selbstverst&#228;ndlichkeit mit der Fleisch und noch mal Fleisch und dann wieder Fleisch gegessen wird. Da reizt es mich dann manchmal doch, hier und dort die Spielverderberkarte zu ziehen. Warum auch nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Text war kein pers&#246;nliches Leidensbekenntnis, nur eine &#252;berspitzte Darstellung dieses unl&#246;sbaren Dilemmas zwischen dem Wunsch, &#8220;ethisch&#8221; konsumieren zu wollen und der nackten und uns bis in die pers&#246;nlichsten Bereiche beeinflussenden Realit&#228;t des Kapitalismus und seines Warenwahns.</p>
<p>Ich pers&#246;nliche freue mich, dass ich &#214;kolebensmittel kaufen kann und empfinde das als Privileg, gleichwohl denke ich beim Essen selbst nicht daran (ich bin doch kein Hinterfragfanatiker ;-), sondern geniesse es. Und die Bratwurst vom Nachbar st&#252;rzt mich in der Tat nicht in eine Identit&#228;tskrise. Distanz schafft eher diese Selbstverst&#228;ndlichkeit mit der Fleisch und noch mal Fleisch und dann wieder Fleisch gegessen wird. Da reizt es mich dann manchmal doch, hier und dort die Spielverderberkarte zu ziehen. Warum auch nicht.</p>
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		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://konsumblog.de/konsumarchiv/2007/05/05/kollektives-hungergefuhl-und-tierqualerei/comment-page-1/#comment-13497</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 21:37:09 +0000</pubDate>
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		<description>Doch Ralph, das geht! Nicht immer, aber immer &#246;fter   vergeht mir beim Blick auf allzu billiges Fleisch im Supermarkt der Appetit, denn dann fallen mir die &quot;Produktionsbedingungen&quot; ein... umso eher, je mehr entsprechende Dokus / Filme / Bilder / Texte ich dazu intus habe. 
Und wenn ich &#214;ko-Eier esse, bin ich mir bewusst, dass sie von gl&#252;cklicheren H&#252;hnern stammen und das macht mich ebenfalls gl&#252;cklicher!

Wie gesagt: Nicht immer, aber immer &#246;fter - DAS ist der Punkt, an dem viel mehr m&#246;glich w&#228;re, wenn nicht jeder so erpicht auf &quot;klare Verh&#228;ltnisse&quot; w&#228;re, was das eigene Selbstbild angeht. Man will bei den Guten sein, also D&#220;RFTE man diesen ganzen Wahnsinn nicht noch konsumierend mitmachen - tut man es trotzdem (der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach, wussten schon unsere Ahnen und Urahnen), dann lehnt man zumindest die Verantwortung ab: verdammt, das ist Sache der Politik, der Justiz etc., Essen ist BIOLOGIE, da will ich nur ans W&#252;rstchen denken und nicht an das Kalb, das d&#252;rstend durch halb Europa geschleift wurde...

Dieses ganze Hadern bringt nichts. Ich bin &#246;fter achtlos, unbewusst und damit &quot;bei den B&#246;sen&quot;, wenn ich meinen Interessen des Augenblicks nachgehe ohne viel links und rechts zu gucken. DAS ist Biologie... und da ich mit mir selbst befreundet bin, mach ich mich deshalb nicht selbst dauernd nieder!

Doch hab ich als Mensch auch die M&#246;glichkeit, spielerisch Dinge anders zu machen: nicht immer und &#252;berall und von fr&#252;h bis sp&#228;t, aber immer, wenn ich Lust habe...  z.B. Lust dazu, das teurere Bio-W&#252;rstchen zu kaufen, nicht nur weil es besser schmeckt, sondern weil ich mir den Luxus leiste, damit f&#252;r artgerechte Tierhaltung und gute Arbeitsbedingungen zu votieren. 

Es braucht nicht immer gleich 100%ige L&#246;sungen - gelegentlich mal die bessere Variante zu w&#228;hlen, ist schon viel! FREU DICH &#252;ber diese Gelegenheiten, aber hau dich nicht selber wegen der anderen in die Pfanne! Es bringt keinem toten Rind irgend was, wenn du beim Essen dieses konventionell (=mit viel &#252;berfl&#252;ssigem Leid) produzierten W&#252;rstchens auch noch ungl&#252;cklich bist.

Lieben Gru&#223;

Claudia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Doch Ralph, das geht! Nicht immer, aber immer &#246;fter   vergeht mir beim Blick auf allzu billiges Fleisch im Supermarkt der Appetit, denn dann fallen mir die &#8220;Produktionsbedingungen&#8221; ein&#8230; umso eher, je mehr entsprechende Dokus / Filme / Bilder / Texte ich dazu intus habe.<br />
Und wenn ich &#214;ko-Eier esse, bin ich mir bewusst, dass sie von gl&#252;cklicheren H&#252;hnern stammen und das macht mich ebenfalls gl&#252;cklicher!</p>
<p>Wie gesagt: Nicht immer, aber immer &#246;fter &#8211; DAS ist der Punkt, an dem viel mehr m&#246;glich w&#228;re, wenn nicht jeder so erpicht auf &#8220;klare Verh&#228;ltnisse&#8221; w&#228;re, was das eigene Selbstbild angeht. Man will bei den Guten sein, also D&#220;RFTE man diesen ganzen Wahnsinn nicht noch konsumierend mitmachen &#8211; tut man es trotzdem (der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach, wussten schon unsere Ahnen und Urahnen), dann lehnt man zumindest die Verantwortung ab: verdammt, das ist Sache der Politik, der Justiz etc., Essen ist BIOLOGIE, da will ich nur ans W&#252;rstchen denken und nicht an das Kalb, das d&#252;rstend durch halb Europa geschleift wurde&#8230;</p>
<p>Dieses ganze Hadern bringt nichts. Ich bin &#246;fter achtlos, unbewusst und damit &#8220;bei den B&#246;sen&#8221;, wenn ich meinen Interessen des Augenblicks nachgehe ohne viel links und rechts zu gucken. DAS ist Biologie&#8230; und da ich mit mir selbst befreundet bin, mach ich mich deshalb nicht selbst dauernd nieder!</p>
<p>Doch hab ich als Mensch auch die M&#246;glichkeit, spielerisch Dinge anders zu machen: nicht immer und &#252;berall und von fr&#252;h bis sp&#228;t, aber immer, wenn ich Lust habe&#8230;  z.B. Lust dazu, das teurere Bio-W&#252;rstchen zu kaufen, nicht nur weil es besser schmeckt, sondern weil ich mir den Luxus leiste, damit f&#252;r artgerechte Tierhaltung und gute Arbeitsbedingungen zu votieren. </p>
<p>Es braucht nicht immer gleich 100%ige L&#246;sungen &#8211; gelegentlich mal die bessere Variante zu w&#228;hlen, ist schon viel! FREU DICH &#252;ber diese Gelegenheiten, aber hau dich nicht selber wegen der anderen in die Pfanne! Es bringt keinem toten Rind irgend was, wenn du beim Essen dieses konventionell (=mit viel &#252;berfl&#252;ssigem Leid) produzierten W&#252;rstchens auch noch ungl&#252;cklich bist.</p>
<p>Lieben Gru&#223;</p>
<p>Claudia</p>
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		<title>Von: Ralph</title>
		<link>http://konsumblog.de/konsumarchiv/2007/05/05/kollektives-hungergefuhl-und-tierqualerei/comment-page-1/#comment-13496</link>
		<dc:creator>Ralph</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2007 11:54:41 +0000</pubDate>
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		<description>Fortsetzung folgt. Titel: Appetit und Ekel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung folgt. Titel: Appetit und Ekel</p>
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