Konsumblog.de

Konsum, Alltag und Globalisierung

Wie schmeckt Discounter-Bio?

17. August 2006 um 11:58 von Ralph

Bio-Lebensmittel beim Discounter liegen voll im Trend. Wie die Discounter-Ware mit dem Biosiegel aber schmeckt, hat der Sternekoch Vincent Klink versucht zu erschmecken. „Schlimmer gehts nimmer“.

Thematik: Ernährung,Konsumkritik . .

13 Kommentare

  • 1. das.koernchen | 17.08.06 um 15:15

    Ja, so ist das mit den Gourmets und Sterne-Köchen auf dieser Welt. Vergessen immer wieder, das Wörtchen mir in den Textbaustein schmeckt nicht einzufügen. Die Stelle, an der Klink sich über die Farbe der Nudeln echauffiert, ließ mir wieder in Erinnerung rufen, dass es in Kreisen der Genussliebhaber in ist, den braunen Rand vom Toastbrot wegzuwerfen. Ob aus ästhetischen oder geschmacklichen Gründen, weiß ich jetzt nicht mehr; aber von solchen Leuten muss man sich gewiss nicht empfehlen lassen, wie einem welche Salami zu schmecken hat.

  • 2. Roland | 17.08.06 um 22:00

    Aber der Test beweist, dass selbst der Geschmack bei Lebensmitteln-Discountern auf den Durchschnitt abgestimmt ist. Homogener Geschmack ohne Besonderheit. Für den Durchschnitt schmeckts akzeptabel (nach längerem Konsum sogar ‚gewohnt normal‘), für den Gourmet fad.
    Nebenbei sind VK-Nudeln doch ‚gesünder‘. Diese enthalten mehr Ballaststoffe, mehr Mineralien und weniger Kohlenhydrate als diese aus hellem Hartweizengrieß. Außerdem schmecken diese mir besser.

  • 3. mutant | 18.08.06 um 00:06

    ganz einfache sache: fertigprodukte schmecken eben immer gleich, ob das ausgangsprodukt „bio“ ist, oder nicht.
    scheibenwurst, scheibenkaese, schei-benhonig.
    vollkornnudeln schmecken nach pappe, wie auch billig-nudeln ohne spelze. bei bio-vollkorn ist halt auf der huelle nicht ganz soviel dreck drauf….

  • 4. Manuel | 18.08.06 um 08:52

    Hmm, die Wurst habe ich noch nicht probiert, weil Vegetarier ;-) Ansonsten ist sein Urteil schon recht hart – auf der anderen Seite aber auch etwas berechtigt, da die DiskountBio-Preise schon darauf schließen lassen, dass nicht das allerbeste Zeugs verwendet wird.

    Manche Dinge aus der BIOBIO-Linie gefällt/schmeckt mir aber sehr gut. Der Joghurt, der O-Saft und der Bergkäse.

  • 5. Gernot H. | 19.08.06 um 19:29

    Der Artikel spiegelt nur das grundsätzliche Mißverständnis mit dem „Bio“ begegnet wird wieder.
    Bio ist eine Art Lebensmittel herzustellen – ohne Gifte und ohne synthetischen Dünger – um Qualität herzustellen bedarf es aber mehr und die gibt es nicht zum Diskontpreis.
    Das ist in der Wirtschaft überall so – für wenig Geld gibt es auch wenig Gegenleistung!
    Die Menschen müssen begreifen, daß gute Lebensmittel etwas kosten!

  • 6. Roland | 22.08.06 um 01:05

    Die Frage ist, ob ich für mein teuer gekauftes Bio – oder nicht – Produkt auch entsprechende Qualität bekomme. Oder ob der Mehrpreis in irgendeiner Shareholding verschwindet. Gerade die Qualität von „teuren“ Nestle, Unilever usw. -Produkten ist nicht besser als die der Discount-Eigenmarken und sie sind nicht nachhaltiger produziert worden.
    Auch „tegut“ kocht mit ganz lauwarmen Wasser. Die Regale werden z.B. nicht mehr von eigenen Angestellten, sondern neuerdings von einer Dienstleistungsfirma aufgefüllt. Nach außen mit Alnatura und Sodasan werben, und im Hintergrund Lohndumping betreiben.

  • 7. Ralph | 22.08.06 um 11:44

    „tegut“. Wer issen das?

  • 8. sum1 | 23.08.06 um 00:02

    Immerhin hat die Aldi-Reismilch gut abgeschnitten. Aber mal ehrlich, wer glaubt an einen Rolls Royce in Massenproduktion ohne Qualitätseinbußen? Was an Bio-Essen von Bioläden wertvoll ist, ist doch nicht nur das Fehlen der Gifte sondern auch das Weniger an Verpackung, das Weniger an Ausbeutung von Mensch und Natur, das Weniger an Transportkosten finanziell und für die Umwelt. Bio-Äpfel mit dem Flugzeug aus Südafrika kann es nicht geben im Sinne von ökologisch. Wenn Bio zum Grünen Punkt den alle tragen verkommt wird eine neue Wertung kommen müssen die Unterscheidung erleichtert, etwa Fair Trade und das schafft Nummer 1-Ausbeuter LIDL nicht so schnell.

  • 9. Ralph | 23.08.06 um 12:13

    Ein Gang durch einen Bio-Supermarkt wie „Basic“ aber auch durch einen Öko-Krauter zeigt: Obst aus Argentinien, Bananen aus Lateinamerika (hier wachsne die ja nicht), Honig aus Brasilien, Lachs aus Neuseeland und und und. Und wenn man fragt, warum die Milch und der Joghurt mit LKWs aus Bayern kommen muss, dann bekommt man als fadenscheinige Antwort, dass es nur der Vermakter (denree) sei. Von wegen alles Bio-Gold, das glänze!

  • 10. mutant | 23.08.06 um 17:38

    deswegen gehe ich lieber zum markt und kaufe beim lokalen erzeuger, und da ist mir erstmal wurst, ob das dann bio ist oder nicht, sondern wichtiger ist eben wo es herkommt und wie es schmeckt.
    schlecht schmeckende sachen mit bio-zertifikat gabs schon immer und schuld sind die, die es kaufen (zb die verhaermten billig-bio-wein-trinker).

  • 11. Gernot H. | 24.08.06 um 00:21

    Ein Gang durch den Supermarkt zeigt: Äpfel aus Neuseeland, Bananen aus Südamerika, Rindfleisch aus Argentinien, Lachs aus Alaska, Honig aus Mexiko, Salat aus Spanien, Orangen aus Israel, Tee aus Indien, Kaffee aus Brasilien, Joghurt aus Polen, Wein aus Südafrika und und und.
    Die Frage ist doch nicht bio oder regional, sondern regional oder global und bio oder konventionell.
    Wenn schon Bananen, dann biologisch produzierte, wenn schon Kaffe, dann wenigstens fair gehandelten!
    Und wenn der lokale Bauer immer das Gleiche auf seinem Acker anpflanzt, seinen Kühen keinen Auslauf ermöglicht, Gift versprüht und Kunstdünger einsetzt, ist mir das nicht egal.

  • 12. mutant | 25.08.06 um 14:02

    fuer bananen und kaffee stimme ich zu, aber bio-aepfel aus neuseeland brauche ich eben nicht.
    wenn der konventionelle bauer aus dem umland die leckersten aepfel hat, dann kaufe ich die. wenn der bio-bauer die leckersten hat, kriegt er den zuschlag.

  • 13. Towandas Turbulenzen &raq&hellip | 2.09.06 um 21:34

    […] Allerdings bin ich oft erstaunt, wie wenig mehr (oder teilweise auch gar nicht mehr) Bioprodukte kosten. In den Biosparten von Discountern sind nicht alle Biolebensmittel so schlimm, wie Sternekoch Vincent Klink schreibt [Link via Konsumblog]. So gibt es etwa BioBio-O-Saft im Tetrapak von recht guter Qualität für 99 Cent den Liter, und auch die Milchprodukte sind brauchbar und günstig. Und auch im Hofladen empfand ich viele Produkte als preiswert wie zum Beispiel Nudeln und Öle. […]