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Wo Klimaschutz Geld bringt

24. April 2007 um 14:17 von Ralph

Wer hat die Schreckensmeldung über die Milliarden-Kosten des Klimawandels nicht schon einmal in Online-Gazetten von Spiegel-online bis Konsorten wahrgenommen. Der Geowissenschaftler und Journalist Bernward Janzing belehrt uns aber in dem Text Der gute Geiz eines besseren. Seine These: Echter Klimaschutz spart jede Menge Geld, wenn „Psychologie und Gewohnheit“ sowie Politik und Wirtschaftsinstitutionen echten Klimaschutz nicht unterlaufen würden. Ein Beispiel lautet Einsparcontracting: Firmen sanieren öffentliche Gebäude kostenfrei für den Träger, dafür profitieren die Sanierer von der Energieeinsparung. Man höre und staune: Mit Gewinn!

„Mit Geld von Anlegern wird Ähnliches betrieben – statt in Windkraft – oder Solarfonds investieren sie in die Energieeffizienz öffentlicher Bauten. Das erste Projekt, genannt „Eco-Watt“, fand schon vor Jahren in Freiburg statt, wo Bürger mit privatem Geld eine örtliche Schule sanierten. Das Gebäude spart seither mächtig Energie, und die Rendite stimmt außerdem.

In Deutschland ließen sich nach diesem Muster allein in öffentlichen Bauten 800 Millionen Liter Heizöläquivalent jährlich einsparen, schätzt das Dessauer Umweltbundesamt. Das wären pro Jahr 2 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger bei gleichzeitigem finanziellem Gewinn. Ob die McKinseys im Lande davon noch nie etwas gehört haben?“

Thematik: Klimawandel . .