Konsum, Alltag und Globalisierung
25. Februar 2006 von Ralph
Auch wenn es die verantwortlichen Politiker kaum interessiert, die Deutsche Umwelthilfe fahndet weiter nach der ITX-Chemikalie in Säften (ich berichtete): Im taz-Artikel Ein bisschen Gift darf sein steht dazu:
Nach neuen Analysen der DUH enthalten auch Fruchtsäfte, die häufig von Kindern konsumiert werden, die Chemikalie. In den 0,2-Liter-Kartons des „Multi Vitamin Saft hohes C“ von Eckes-Granini wurden 405 Mikrogramm ITX pro Kilogramm festgestellt – achtmal so viel wie der vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Grenzwert. Er liegt bei 50 Mikrogramm.
Positiv auf ITX getestet wurden auch „Frucht sei Dank Apfel-Sanddorn-Fruchtsaftgetränk“ (275 Mikrogramm ITX), „Christinen Vitazell Orangen-Karotten-Zitronen-Vitamingetränk“ (266 Mikrogramm) sowie „Rio Grande Premium Orangensaft“ von Edeka (139 Mikrogramm).
Die Verpackungs-Industrie reagierte bereits, möchte aber noch gerne ihre Lagerbestände loswerden.
25. Februar 2006 von Ralph
Umweltschutz-News: Biopiraterie in Afrika: Bayer-Konzern unter Beschuss
24. Februar 2006 von Ralph
Bis vor kurzen gehörte Cholesterin in meinem Kopf noch zu den großen Menschenfeinden, ohne dass ich in meiner Ernährung auf den Bösewicht geachtet hätte. Seit der Lektüre von Prost Mahlzeit – Krank durch gesunde Ernährung habe ich ein anderes Bild. Denmach ist Cholesterin wichtiger als Vitamine. Menschliche Organe bestehen in hohen reinen Anteilen aus Cholesterin (ohne Wasser: Gehirn 10 bis 20%, Herz 10% usw.), die Muttermilch enthält doppelt soviel Cholesterin wie Kuhmilch. Cholesterin kommt zudem in allen Lebensmitteln vor, ob tierisch oder pflanzlich und kann in sehr unterschiedlichen Werten im Körper jedes einzelnen Menschen vorkommen, ohne dass die Substanz ungesund werden muss. Fest steht, ohne Cholesterin könnten wir nicht leben!
Cholesterin…
Festhalten läßt sich, das Cholesterin ein hochgeputschter Sündenbock der Ernährungsindustrie ist (die in den USA gar cholesterinfreies Mineralwasser anbietet). Cholesterin ist nicht für den Herztod vieler Millionen Menschen verantwortlich zu machen, aber als Schreckensgespenst födert es das Geschäft mit der Angst, wobei die Produkte, auf die man unaufgeklärt ausweicht, oftmals ungesünder sind als ein ordentliches Stück cholesterinreicher Nahrung.
23. Februar 2006 von Ralph
Ein neuer Stern am Himmel der Google-Suchbegriffe. Wer kennt ihn? ;-)
23. Februar 2006 von Ralph
Der Konsument als Homo Oeconomicus oder die konsumentenabgewandten Kriterien des Konsumblogs.
23. Februar 2006 von Ralph
Ein Grund, der es rechtfertigen würde, Industriediener wie Seehofer und seine roten Kollegen zum Teufel zu jagen, ist der, dass sie dreist Verbraucherschutz versprechen, aber das Gegenteil von dem tun. Deutlich wird das an dem Entwurf des Verbraucherinformations-Gesetzes und der Kritik daran. Im Vergleich zu den Informationspflichten in anderen EU-Staaten bewirke der Entwurf geradezu das Gegenteil:
„In Großbritannien, Dänemark, Irland, Ungarn und vielen anderen Ländern müssen Unternehmen stichhaltig begründen, warum sie Information nicht geben“, sagte Umweltjurist Michael Günther. Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse beispielsweise müssten detailliert belegt werden – nur dann könnte die Auskunft verweigert werden. „Nach Seehofers Gesetz muss dagegen der Verbraucher begründen, warum ein Unternehmen eine Information geben soll“, so Günther. Weil Unternehmen sich hierzulande aber immer auf das „Betriebsgeheimnis“ berufen könnten, müsste praktisch niemand Auskünfte geben.
Interessant ist der Artikel Betriebsgeheimnis Lutschbonbon auch im Hinblick auf konkrete Beispiele wie das folgende:
Zum Beispiel Haribo: Foodwatch fragte nach Handelsbeziehungen zum Gelantinehersteller Reinert. Dieser hatte umdeklarierte Schlachtabfälle als Rohstoffe zur Gelantineherstellung verwendet. Wie lecker also sind die Goldbären? Antwort von Haribo: Reinert habe eidesstattlich versichert, dass die Gelatine für Haribo keine Schlachtabfälle enthält.
23. Februar 2006 von Ralph
Ein Grund, der es rechtfertigen würde, Industriediener wie Seehofer und seine roten Kollegen zum Teufel zu jagen, ist der, dass sie dreist Verbraucherschutz versprechen, aber das Gegenteil von dem tun. Deutlich wird das an dem Entwurf des Verbraucherinformations-Gesetzes und der Kritik daran. Im Vergleich zu den Informationspflichten in anderen EU-Staaten bewirke der Entwurf geradezu das Gegenteil:
„In Großbritannien, Dänemark, Irland, Ungarn und vielen anderen Ländern müssen Unternehmen stichhaltig begründen, warum sie Information nicht geben“, sagte Umweltjurist Michael Günther. Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse beispielsweise müssten detailliert belegt werden – nur dann könnte die Auskunft verweigert werden. „Nach Seehofers Gesetz muss dagegen der Verbraucher begründen, warum ein Unternehmen eine Information geben soll“, so Günther. Weil Unternehmen sich hierzulande aber immer auf das „Betriebsgeheimnis“ berufen könnten, müsste praktisch niemand Auskünfte geben.
Interessant ist der Artikel Betriebsgeheimnis Lutschbonbon auch im Hinblick auf konkrete Beispiele wie das folgende:
Zum Beispiel Haribo: Foodwatch fragte nach Handelsbeziehungen zum Gelantinehersteller Reinert. Dieser hatte umdeklarierte Schlachtabfälle als Rohstoffe zur Gelantineherstellung verwendet. Wie lecker also sind die Goldbären? Antwort von Haribo: Reinert habe eidesstattlich versichert, dass die Gelatine für Haribo keine Schlachtabfälle enthält.
22. Februar 2006 von Ralph
Dass sich der Machthunger von Eon auf die Energiepreise auswirken wird, kann man sich denken. Dass die letzte rotgrüne Regierung diesen Aufstieg begünstigte, ist wohl weniger bekannt. Das Stichwort: Fusion von Eon und Ruhrgas, möglich geworden durch einen Ministererlass, siehe Überteuertes Gas – Die Macht der Gaskonzerne.
22. Februar 2006 von Ralph
der kampfrentner
propagiert mit wohl ein bisschen bitterer ironie nudeln mit allerhand, aehm, muell.
essen ist das nach meinen vorgaben nicht.
ich bin verwoehnt, komme aber ja nicht aus der kaviar- und jakobsmuschelnszene.
meine familie ist baeuerlich/arbeiterklasse, bei durchschnittlich 7 kinder bei den grosseltern war nicht viel zu wollen.
aber auf den tisch kamen leckere sachen, auch wenn es nicht viel gab.
heute sass ich bei meiner oma und habe so ein kochbuch aus den 60ern gelesen.
fleischreste. hat keiner mehr, oder?
hat auch damit zu tun, das keiner mehr braten kocht. oder braet.
fleischzubereitung hat sich auf kurzgebratenes reduziert.
aus gekochtem gemuese wird auch nichts mehr gemacht. und eingemacht wird auch nicht, denn wer hat noch einen garten, der etwas hergibt.
die familie meiner oma haette weniger gut gegessen, wenn die parzelle mit kartoffeln etc und auch viechern nicht gewesen waere.
eine parzelle(laube, kleingarten) kann vermutlich nur noch ein kleiner teil der hartz4 betroffenen halten. aber man kann sich vielleicht zusammentun mit bekannten. und diese gaerten auch wieder der unterstuetzung des kochtopfs der arbeiterklasse (oder arbeitslosenklasse) zufuehren.
dasselbe gilt fuer einkaufsgemeinschaften. man muss nicht alleine aldikartoffeln kaufen, man kann auch mit freunden und bekannten einen schwung gute kartoffeln kaufen.
zu den rezepten kommen wir dann spaeter.
ein guenstiges und leckeres winterfood ist jedenfalls linseneintopf:
mit richtig guter wurst(gute wiener), guten kartoffeln und gutem essig ist das eine delikatesse.
koche ich morgen. die linsen koennen puy sein. muessen aber nicht, koennen auch ganz normale aus der dose sein.
nur abtropfen und abspuelen. frische kartoffeln, moehren, porree, balsamico essig, ach, ich bekomme schon hunger!
21. Februar 2006 von Ralph
Vielleicht könnten Sie bei ihrer nächsten Prag-Reise Ihren Müll mitnehmen. Aber Achtung: Tschechien will deutschen Müll nicht.
20. Februar 2006 von Ralph
Ich bin ganz offen, deshalb meine Frage an die geschätzten Leser. Gibt es eine Tages- oder Wochenzeitung, die der taz beim Ressort Umwelt das Wasser reichen könnte? Die taz berichtet fast jeden Tag über Umweltthemen und bei aktuellen Anläßen bringt sie kritische und informative Artikelserien. Die Redakteure beobachten wohl sehr genau die Pressemitteilungen der ganzen NGOs im Umweltbereich.
20. Februar 2006 von Ralph
In der taz ist heute der „Bio-Boom“ ein Brennpunkt-Thema. Ein Artikel stellt die Bio-Label vor, ein anderer klärt uns über eine geplante EU-Verordnung auf, die die „Biokriterien“ aufweiche: Auf die Packung kommt es an. Interessant ist auch der Bericht über 60 neue Ökosupermärkte im Jahre 2005 und wer die Verlierer sind. Zuguterletzt sei noch der Artikel Lasst die Sau raus! empfohlen, der anhand der Schweinehaltung zeigt, was Öko eigentlich ist.
20. Februar 2006 von Ralph
Die Zeit berichtet ausführlich über neue „Schatzkammern der Biologie“ und die unendliche Artenvielfalt auf der Erde. Ich dachte es dann, wir kriegen die Natur nicht kaputt, eher sie uns. Noahs Passagierliste wird immer länger
19. Februar 2006 von Ralph
Die kleine Buchverlosung ist vorbei. Der Gewinner zaf war schnell dabei und darf sich auf das Buch König Kunde ruiniert sein Land freuen.
19. Februar 2006 von Ralph
Seit der Biofach 2006 vertreibt TransFair einen Reis mit TransFair-Siegel.