Konsum, Alltag und Globalisierung
2. März 2006 von Ralph
Vor einiger Zeit erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in einem taz-Interview, dass die große Koalition sich für eine vermehrte Verwendung von Biosprit in Benzinmotoren einsetzt. Auch von der EU werden Biokraftstoffe massiv gefördert.
Bio hört sich doch erst mal gut an, oder? Der Begriff hat ja landläufig noch die Anmutung von natürlich abbaubar, umweltverträglich, sauber. Tja, denkste! Die Steigerung des Anbaus von Energiepflanzen hat noch verheerendere, weil umfassendere Schädigungen von Ökosystemen und Atmosphäre zur Folge als die Nutzung fossiler Brennstoffe.
energieportal24: Rodung von Regenwäldern für Biokraftstoffe
Angesichts dieser Erkenntnisse und Befürchtungen von Umweltverbänden und -forschern wird sich mancher vielleicht fragen, wieso die EU und auch unsere Bundesregierung sich ausgerechnet für den vermehrten Einsatz von Biokraftstoffen stark machen. Hm, also ich persönlich hab‘ den starken Verdacht, denen geht’s dabei weniger um Klimaschutz, als vielmehr um eine Verringerung der Abhängigkeit von den erdölexportierenden Ländern.
Themenverwandte Artikel im Konsumblog:
2. März 2006 von Ralph
Etwas in eigener Sache: Ich hatte hier testweise für ein paar den Stunden den Zähler von BlogCounter eingebaut. Prompt sang der PageRank auf einigen Google-Servern von 4 auf 0. Das ist im Zusammenhang mit dem Vorwurf des PageRank-Spams recht interessant. Deutliche Worte dazu gab es bereits Ende Dezember auf A geeklife live und hirnrinde. Trotzdem wird der Counterdienst immer noch fleissig benutzt, ohne dass die gelisteten Blogs ihren PageRank einbüßen.
1. März 2006 von Ralph
Die folgende Meldung kann ich hier nicht ohne zynische Kommentare weitergeben. Dazu bin ich gerade zu wütend:
Die EU-Kommission will einen Globalisierungsfond einrichten, aus dem jährlich 500 Millionen Euro an Arbeitslose ausgegeben werden sollen, die im Zuge der Globalisierung ihren Job verlieren.
Die Mittel sollen primär als Unterstützung bei der Arbeitssuche dienen. Für Arbeitskräfte über 50 Jahren sind auch Lohnzuschüsse vorgesehen. Alle Maßnahmen sind auf 18 Monate beschränkt.
Hey EU-Kommission, glaubt Ihr ernsthaft, dass Ihr mit Almosen die vielen ruhig stellen könnt, die durch den menschenverachtenden Marktfundamentalismus, den Ihr forciert, oft für den Rest ihres Lebens im sozialen Abseits landen? Oder wollt Ihr ihren Aufstand nur ein bisschen aufschieben?
„Wenn wir gezielt zeigen, dass es für negative Nebenwirkungen der Globalisierung Hilfe gibt, können wir die Stimmung verbessern.“ Denn über eines dürfe sich niemand etwas vormachen, sagte auch Barroso: „Wir sind für die Globalisierung. Und sie ist unumstößlich.“
Sagen Sie mal Herr Barroso, glauben Sie das eigentlich selbst, was Sie da erzählen? Ihr verhökert die Völker, die Ihr vertreten sollt. Und ich geb‘ Euch Brief und Siegel drauf, dass das auch die Naivsten unter ihnen bald kapieren und Euch zur Rechenschaft ziehen. Sie werden sich auch nicht ewig ablenken lassen von multimedial inszenierten Kulturkämpfen oder Tierseuchenpanik. Und dann gnade Euch Gott (oder das goldene Kalb, um das Ihr tanzt), denn sie sind jetzt schon viele und werden immer mehr. Unumstößlich? Ha! „Fürchterlich ist einer, der nichts zu verlieren hat“ sagte schon Goethe. Merken Sie sich das Herr Barroso. Es ist gut möglich, dass Sie noch erleben werden, was er damit gemeint hat. Nichts ist unumstößlich, wenn der Leidensdruck der Völker erst mal groß genug ist. Die Geschichte beweist es.
1. März 2006 von Ralph
Die folgende Meldung kann ich hier nicht ohne zynische Kommentare weitergeben. Dazu bin ich gerade zu wütend:
Die EU-Kommission will einen Globalisierungsfond einrichten, aus dem jährlich 500 Millionen Euro an Arbeitslose ausgegeben werden sollen, die im Zuge der Globalisierung ihren Job verlieren.
Die Mittel sollen primär als Unterstützung bei der Arbeitssuche dienen. Für Arbeitskräfte über 50 Jahren sind auch Lohnzuschüsse vorgesehen. Alle Maßnahmen sind auf 18 Monate beschränkt.
Hey EU-Kommission, glaubt Ihr ernsthaft, dass Ihr mit Almosen die vielen ruhig stellen könnt, die durch den menschenverachtenden Marktfundamentalismus, den Ihr forciert, oft für den Rest ihres Lebens im sozialen Abseits landen? Oder wollt Ihr ihren Aufstand nur ein bisschen aufschieben?
„Wenn wir gezielt zeigen, dass es für negative Nebenwirkungen der Globalisierung Hilfe gibt, können wir die Stimmung verbessern.“ Denn über eines dürfe sich niemand etwas vormachen, sagte auch Barroso: „Wir sind für die Globalisierung. Und sie ist unumstößlich.“
Sagen Sie mal Herr Barroso, glauben Sie das eigentlich selbst, was Sie da erzählen? Ihr verhökert die Völker, die Ihr vertreten sollt. Und ich geb‘ Euch Brief und Siegel drauf, dass das auch die Naivsten unter ihnen bald kapieren und Euch zur Rechenschaft ziehen. Sie werden sich auch nicht ewig ablenken lassen von multimedial inszenierten Kulturkämpfen oder Tierseuchenpanik. Und dann gnade Euch Gott (oder das goldene Kalb, um das Ihr tanzt), denn sie sind jetzt schon viele und werden immer mehr. Unumstößlich? Ha! „Fürchterlich ist einer, der nichts zu verlieren hat“ sagte schon Goethe. Merken Sie sich das Herr Barroso. Es ist gut möglich, dass Sie noch erleben werden, was er damit gemeint hat. Nichts ist unumstößlich, wenn der Leidensdruck der Völker erst mal groß genug ist. Die Geschichte beweist es.
1. März 2006 von Ralph
Da heute in einem Kommentar unter dem Betrag Keine Angst vor Cholesterin behauptet wurde, dass „tierisches Cholesterin“ schädlich sei, habe ich noch einmal nach einem Beleg recherchiert, der das als ein weiteres Vorurteil widerlegt. Dabei habe ich den hervorragenden Artikel Cholesterin: die Wissenschaft vergiftet von Ulrike Gonder gefunden, der den Wissensstand, soweit ich das beurteilen kann, zusammenfasst. Auf jeden Fall klingt vieles plausibel und manches hat mich erstaunt. Ausnahmsweise erteile ich hiermit einen Lesebefehl!
1. März 2006 von Ralph
Ich habe vor einiger Zeit das gute, alte Taschentuch wiederentdeckt. Verena hat zwei von ihrem Vater aufbewahrt und mir eins davon geschenkt. Gerade für den leichten Schnupfen ein echter Gebrauchsgegenstand, der den Verbrauch von Papiertaschentüchern reduziert, die nach einmaligem Schnupfen oftmals im Müll landen und für die ganze Wälder vernichtet werden (siehe auch: Papierwut in Deutschland). Wie sieht es denn beim interessierten Leser aus (falls der hier noch vorbeikommt ;-)? Welche Gebrauchsgegenstände aus vergangenen Zeiten habt Ihr wiederentdeckt? Mir fällt noch die Emaille-Kanne ein, in der ich Milch aufschäume. Sie läßt sich hervorragend und ohne Hilfsmittel mit ein wenig Wasser reinigen. Und der Kaffeefilter aus Porzellan …
1. März 2006 von Ralph
Wenn es um den Cent geht, kennt wohl die Mehrzahl der Konsumenten hierzulande kein Pardon. Sparen ohne Gewissen, das begründet den Erfolg der Ausbeuter-Discounter von Lidel bis Schlecker. Wie die mit ihren Mitarbeitern umgehen, zeigt die Dokumentation Die Billigheimer – Discounter und ihre Methoden im SWR, die heute zu bester Sendezeit gezeigt wird (20.15 Uhr). In der taz-Empfehlung Für eine Flasche Brause steht dazu:
Besonders abscheulich: Die offenbar bei fast allen Unternehmen geübte Praxis, MitarbeiterInnen wegen angeblicher Produkt-Diebstähle und eigenmächtiger Griffe in die Kasse zu drangsalieren, ihnen Rechtsbeistand zu verweigern und sie umgehend zur eigenen Kündigung zu zwingen. Oft zur Einschüchterung für Menschen, die den Mund im Betrieb aufmachen oder die schlicht aufgrund ihres Alters und langer Betriebszugehörigkeit zu viel verdienen. Da reicht schon die Behauptung, eine Kassiererin habe sich an einer Flasche Brause vergriffen. Bei willfährigen Notaren warten dann schon die fertigen Papiere. In ganz dreisten Fällen inklusive Schuldverschreibung, bei denen die Geschassten auch noch einige hundert bis mehrere tausend Euro zur „Wiedergutmachung“ ans Unternehmen zahlen sollen, vom Arbeitslosengeld.
1. März 2006 von Ralph
Wenn es um den Cent geht, kennt wohl die Mehrzahl der Konsumenten hierzulande kein Pardon. Sparen ohne Gewissen, das begründet den Erfolg der Ausbeuter-Discounter von Lidel bis Schlecker. Wie die mit ihren Mitarbeitern umgehen, zeigt die Dokumentation Die Billigheimer – Discounter und ihre Methoden im SWR, die heute zu bester Sendezeit gezeigt wird (20.15 Uhr). In der taz-Empfehlung Für eine Flasche Brause steht dazu:
Besonders abscheulich: Die offenbar bei fast allen Unternehmen geübte Praxis, MitarbeiterInnen wegen angeblicher Produkt-Diebstähle und eigenmächtiger Griffe in die Kasse zu drangsalieren, ihnen Rechtsbeistand zu verweigern und sie umgehend zur eigenen Kündigung zu zwingen. Oft zur Einschüchterung für Menschen, die den Mund im Betrieb aufmachen oder die schlicht aufgrund ihres Alters und langer Betriebszugehörigkeit zu viel verdienen. Da reicht schon die Behauptung, eine Kassiererin habe sich an einer Flasche Brause vergriffen. Bei willfährigen Notaren warten dann schon die fertigen Papiere. In ganz dreisten Fällen inklusive Schuldverschreibung, bei denen die Geschassten auch noch einige hundert bis mehrere tausend Euro zur „Wiedergutmachung“ ans Unternehmen zahlen sollen, vom Arbeitslosengeld.
1. März 2006 von Ralph
Wenn man gestresst von der Arbeit, sich durch den Feinstaub der Großstadt oder bei uns gerade durch den Schneesturm nach Hause geplagt hat, sich zur Entspannung einen Grünteebeutel in eine Tasse lauwarmen Wasser taucht und denkt man tut sich was Gutes – der irrt!
Bei den Preisen die auf internationalen Teebörsen für Darjeeling bezahlt werden, wundert es nicht das vier mal soviel davon verkauft wird als eigentlich angepflanzt wurde, so das „Tea Board of India“. Was man so an grünen Tee in Form von Teebeutel, zum Teil auch sehr teuer kaufen kann, ist meistens Abfall und im besten Fall noch ein Verschnitt von grünem Tee bzw. Darjeeling. Darjeelingtee wird seit jeher in vielen Teilen Asiens als gesundes und wohltunendes Heißgetränk geschätzt. Die medizinische Wirkung von Grüntee reicht von Wundererzählungen bis hin zu jahrelangen dokumentierten Untersuchungen.
1985 hat der Ökonom Günter Faltin die Teekampagne, mit dem Ziel unbelasteten Darjeeling zu fairen Preisen zu importieren, ins Leben gerufen. Das Erfolgsprinzip der Teekampagne ist die Einfachheit. Direkt vom Teebauer zum Endkunden, Großpackungen anstatt teure Kleineinheiten, nur eine Teesorte, kein Marketing, Geschäfte oder Zwischenhändler, so lässt sich ein fairer Handel zwischen Erzeuger und Konsument herstellen und der Erfolg gibt ihnen recht. Die Teekampagne ist der größte Importeur von reinem grünen Darjeeling geworden. Jedes Jahr handelt die Teekampagne mit über 300 Tonnen der erlesenen Teeblätter aus dem Himalaya.
Normalerweise brauchen so Menschen wie ich (Computerfreaks) das Koffein aus Kaffeebohnen zum überleben, wie normale Menschen die Luft zu atmen. Aber meine chronischen Halsschmerzen ließen mich dann vor Jahren nach einer Alternative suchen. Ein Bericht über Grüntee trinkende, immer gesunde japanische Kernkraftwerkstechniker (nein, nicht Homer Simpson) haben mich dann auf die Idee mit dem Teetrinken gebracht. Durch Martin bin ich dann damals auf die Teekampagne aufmerksam gemacht worden und zwei Jahre tägliches trinken von ein paar Tassen Darjeeling ließen dann meinen Halsschmerzen endlich verschwinden.
Noch heute genieße ich hin und wieder eine Tasse des leicht bitteren Darjeelingtees, mit dem guten Gewissen das es doch noch gesunde und bezahlbare Lebensmittel zu konsumieren gibt, ohne das man irgendwo auf dem Dach der Welt einen armen Teebauer über den Tisch ziehen musste.
1. März 2006 von Ralph
Spontane und unerwartete Vorkommnisse machen das Web immer noch so spannend. So darf ich Denis, den ich im Netz auch schon länger kenne und der vor Jahren die aktion roma unterstützt hat, als neuen Autor des Konsumblogs begrüssen. Ich freue mich.
28. Februar 2006 von Ralph
Ein kurioses Thema fand ich gerade auf dem Ticker des Informationsdienst Wissenschaft. In der Pressemitteilung des Vereins „Zwanzigeins“ wird berichtet, welche gesellschaftlichen, politischen und insbesondere wirtschaftlichen Schäden durch die verdrehte deutsche Zahlensprechweise entstehen können: Zahlendreher mit Folgen. Die Diskussion um die deutsche Zahlensprechweise ist demnach nicht neu: Bereits im Jahr 1900 hat der damalige Direktor der Sternwarte Berlin, Wilhelm Förster, eine entsprechende Reform vorgeschlagen und auf Missstände im Zählungs- und Rechnungsverkehr hingewiesen, die durch die Aussprache verursacht werden. Die Presse berichtete schon letztes Jahr darüber:
„Eine Flasche Vierzigsieben Zehneins, bitte!“ – Stern.
Die Zahlsprech-Reform – Süddeutsche
27. Februar 2006 von Ralph
Die Arbeitsgemeinschaft Umwelt-Apotheker über Wohngift-Analysen. Recht interessant sind die Zahlen:
Im Alltag kommt der Bewohner eines Industriestaates mit ca. 50000 Gebrauchschemikalien, 1500 Pflanzenschutzmitteln und 3000 Konservierungsstoffen in Kontakt.
27. Februar 2006 von Ralph
Wenn dieses Schuljahr zuende geht, mach ich drei Kreuze. Obwohl ich Atheist bin. Mein Sohn geht in Bayern in die vierte Klasse Grundschule. Was bedeutet, dass sich in diesem Jahr die Spreu vom Weizen trennen muss, so der Wille des bayerischen Kultusministeriums. Obwohl die Hohlmeier mittlerweile an ihrer Ich-krieg-meinen-Hals-nicht-voll-Mentalität politisch gescheitert ist, hat sich an der bayerischen 10%-Eliteformel nichts geändert. Im Gegenteil. Auslese zum Erbrechen:
Die Eignung für den Bildungsweg des Gymnasiums wird in einer zusammenfassenden Beurteilung festgestellt:
Wenn in der Jahrgangsstufe 4 der Durchschnitt aus den Jahresfortgangsnoten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachkunde mindestens 2,33 (Gesamtdurchschnittsnote) beträgt, gleichzeitig der Durchschnitt in Mathematik und Deutsch mindestens 2,0 beträgt und das pädagogische Wortgutachten positiv ausfällt.
Ich weis nicht, ob Ihr richtig gelesen habt:
In Mathe und Deutsch jeweils ein Durschnitt von 2,0 !
Sind das noch Kinder oder Bildungsmaschinen? Mein Sohn hatte Anfang des Jahres in Deutsch (Dreifachnote) gleich mal ne 4 hingelegt, um sich mittlerweile wieder auf 1,87 im Durchschnitt vorzuschuften. In Mathe pendelt er so zwischen 2,0 und 2,49. Und das verdammte Jahr ist noch lange nicht vorbei. Ein intelligenter Junge, Sohn einer Ingenieurin, vom Vater beim Lernen unterstützt, mit einem von einer Psychologin bestätigten IQ im „Schlussfolgernden Denken“ von 132 und einem mitleren IQ von mindestens 120, soll es, falls Alles gut geht, gerade mal so mit Ach und Krach auf ein bayerisches Gymnasium schaffen? Das ist ein glatter Wahnsinn! Diese Bildungsmaschinen in Gestalt von 8-9 jährigen Kindern dürfen sich keinen einzigen schlechten Tag von ca. sagen wir mal 180 erlauben, sonst enden sie als normal intelligente Kinder auf der Hauptschule mit einem in negativer Form vorprogrammierten Lebenslauf. Obwohl gerade Mathe ein für das Übertreten auf Realschule oder Gymnasium wichtiges Fach ist, werden durch die Schule nur unzureichend Fördermöglichkeiten angeboten. Das scheitert doch massgeblich daran, dass die meisten Lehrer sich nicht bereit erklären am Nachmittag in der Schule zu bleiben, um allen Kindern gleichermassen eine Förderung zukommen zu lassen. Mein Sohn darf jedenfalls nicht in Fördermathe, er ist mit seinen 2,5 Durschnitt noch nicht schlecht genug. Die Wahrheit ist, die Lehrerin hat keinen Bock auf eine zweite Gruppe. Soviel zur Chanchengleichheit. Die Form der Schulproben wurde in Bayern, so mein Eindruck, gewaltig verschärft: eine Eins gibt es nur unter 2 Fehlerpunkten von etwa 36 bis 45 insgesamt, der Durchschnitt wird willkürlich erstellt, die Hälfte der Proben darf nicht besser sein als 3, der Umfang der meisten Proben nie weniger als drei volle Seiten, die Fragestellungen oft zweideutig oder missverständlich formuliert, die Zeit knapp bemessen. Hausaufgaben auch am Wochenende. Dabei sollen sich doch die Kinder ebenfalls in Allgemeinwissen bilden, ein Museum besuchen, ja die vielbeschworenen SoftSkills durch Musizieren, mein Sohn spielt Schlagzeug und Klavier und macht Golf und KickBoxen, oder ehrenamtliche Aufgaben formen. Wann denn?! Ich übe mich täglich in Shaolin und doch könnte ich Schreien.
Angeblich muss das so sein, laut Kultusministerium, da Gymnasien und Realschulen an den Rand ihrer Kapazitäten stossen und die Hauptschulen ohnehin in Puncto Qualität, d.h. durch intelligentere Kinder, aufholen müssen. Wenn der Hauptschulabschluss in der Wirtschaft noch was Wert wäre, hätte ich kein Problem damit. Vielfach bedeutet aber ein Hauptschulabschluss bereits jetzt 2006 eine sichere Laufbahn in die Jugendarbeitslosigkeit und somit in Hartz IV.
Betrachten wir uns die Situation des Standort Deutschland: Was die superschlauen Kultusbeamten scheinbar übersehen ist, dass immer weniger Paare aus dem mittleren und höheren Bildungsstand, also sprich Akademiker, und hier besonders die Frauen, sich im familienfeindlichen Deutschland für Kinder entscheiden. Gerade aber diese Familien waren bisher die Garanten für den akademischen Nachwuchs und somit für den deutschen Exportschlager, die geistige Kreativität. Doch bereits jetzt, Anfang des Milleniumjahrhunderts, fehlt es an akademischem Nachwuchs in Deutschland. Damit ist zum Einen die nächste GreenCard und zum Anderen das Outsourcen selbst der so deutschtypischen Ingenieur- und Forscherleistungen vorprogrammiert. Der Ausverkauf Deutschlands. Der Professor für Verfahrenstechnik an der Ohm-Fachhochschule in Nürnberg und Mentor meiner Frau, berichtete jüngst, dass vielfach Unternehmen an die Studenten herantreten würden, sie sollen ihr Studium abbrechen, um sie als Fachkräfte für ihre Unternehmen zu rekrutieren.
Oohm, oohm, ich bin ein Shaolin, oohm. Ich habe mir vorgenommen, noch diese Woche meinen Internisten aufzusuchen und hoffe er stellt bei mir den folgenden Befund nicht fest: „Herr Thome, ich muss Ihnen mitteilen, Sie haben das bayerische Bildungs-Geschwür.“ Oohm.
26. Februar 2006 von Ralph
Heute mal etwas für die Frucht- und Früchtchen-Liebhaber unter uns. Frau mutant warf ein Früchtestöckchen und ich antworte geschwind.
(Ananas) Magst du Früchte?
Ja. Zwar nicht oft, aber wenn, dann hmmmm!
(Banane) Ziehst du Obst oder Gemüse vor?
Kommt auf den Appetit an. Da kann bestes Obst liegen, ich rühre es nicht an, aber ne triviale Schlangengurke kann mich locker locken.
(Cherimoya) Hast du ein bestimmtes Früchteritual?
Nein, ausser geniessen, wenn ich nicht grad gierig schlinge. ;-)
(Dattel) Welches war die letzte Frucht, die du neu ausprobiert hast?
Oha, ich glaube, ich habe letztens die Banane wiederentdeckt.
(Erdbeerli) Welche Frucht hat dich enttäuscht?
Mango. Können meine Geschmacksnerven nichts mit anfangen.
(Feige) Ein persönliches Fruchterlebnis:
Die Äpfel eines Garten-Apfelbaums vor 2 Jahren.
(Granatapfel) Dein persönlicher Früchtehorror:
Mehlige nach nichts schmeckende Äpfel und angedötschte Matschbananen. Obwohl, wenn ich Hunger hätte, würde ich nix kennen. ;-)
(Himbeere) Dein persönlicher Früchtefavorit:
Kernige saftige Äpfel mit echter süss-saurer Note.
I-Fruchtmangel, also (Johannisbeere) Eine Frucht, zu der du deine Meinung seit früher geändert hast:
Früher war ich Kiwi-Fan, heute interessiert mich diese Frucht nicht die Bohne.
(Kapstachelbeere) Dein liebstes Rezept mit einer Frucht (oder mehreren Obstsorten):
Erdbeeren vom Feld hier Herten mit gutem Vaniliejoghurt. Lecker! Da fällt mir ein, früher gerne auch selbstgemachten Quark mit sauren Kirschen. Wäre mal was für den kommenden Sommer.
(Litschi)Wer wird das nächste Früchtchen? (oder: an wen reichst du das Stöckchen weiter?)
Wer Lust hat, mache mit, auf, auf ;-) Verena?
26. Februar 2006 von Ralph
Heute mal etwas für die Frucht- und Früchtchen-Liebhaber unter uns. Frau mutant warf ein Früchtestöckchen und ich antworte geschwind.
(Ananas) Magst du Früchte?
Ja. Zwar nicht oft, aber wenn, dann hmmmm!
(Banane) Ziehst du Obst oder Gemüse vor?
Kommt auf den Appetit an. Da kann bestes Obst liegen, ich rühre es nicht an, aber ne triviale Schlangengurke kann mich locker locken.
(Cherimoya) Hast du ein bestimmtes Früchteritual?
Nein, ausser geniessen, wenn ich nicht grad gierig schlinge. ;-)
(Dattel) Welches war die letzte Frucht, die du neu ausprobiert hast?
Oha, ich glaube, ich habe letztens die Banane wiederentdeckt.
(Erdbeerli) Welche Frucht hat dich enttäuscht?
Mango. Können meine Geschmacksnerven nichts mit anfangen.
(Feige) Ein persönliches Fruchterlebnis:
Die Äpfel eines Garten-Apfelbaums vor 2 Jahren.
(Granatapfel) Dein persönlicher Früchtehorror:
Mehlige nach nichts schmeckende Äpfel und angedötschte Matschbananen. Obwohl, wenn ich Hunger hätte, würde ich nix kennen. ;-)
(Himbeere) Dein persönlicher Früchtefavorit:
Kernige saftige Äpfel mit echter süss-saurer Note.
I-Fruchtmangel, also (Johannisbeere) Eine Frucht, zu der du deine Meinung seit früher geändert hast:
Früher war ich Kiwi-Fan, heute interessiert mich diese Frucht nicht die Bohne.
(Kapstachelbeere) Dein liebstes Rezept mit einer Frucht (oder mehreren Obstsorten):
Erdbeeren vom Feld hier Herten mit gutem Vaniliejoghurt. Lecker! Da fällt mir ein, früher gerne auch selbstgemachten Quark mit sauren Kirschen. Wäre mal was für den kommenden Sommer.
(Litschi)Wer wird das nächste Früchtchen? (oder: an wen reichst du das Stöckchen weiter?)
Wer Lust hat, mache mit, auf, auf ;-) Verena?