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Konsum, Alltag und Globalisierung

Beiträge zum Thema Verbraucherschutz

Augenwischerei Verbraucherschutz

16.05.06 um 09:14 von Ralph

Anders als ein Placebo-Gesetz ist das neue Gesetz Seehofers zum besseren Schutz des Verbrauchers in der Tat nicht zu nennen, einmal abgesehen davon, dass es sich nur auf Lebensmittel bezieht, als ob nicht auch in anderen Bereichen von Produkten und Dienstleistungen Kunden über den Tisch gezogen würden. Nun gibt es sogar Kritik aus den eigenen Reihen, aber das Gesetz bleibt wohl beschlossene Sache. Unter dem Strich bleibt für den Verbraucher nur der schöne Schein, die Industrie wird zu nichts verpflichtet und weder Bürger noch Journalisten bekommen eine Handhabe zur Informationspflicht verdächtiger Unternehmen. Symbolische, scheinkritische Politik, darauf versteht man sich bestens in Deutschland.

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Giftanschlag im Badezimmer

13.04.06 um 16:48 von Ralph

Zum Thema dein Freund und Helfer, die Chemie-Reinigungsartikel meldet die Netzeitung: Mehr als hundert Vergiftete durch Bad-Spray. Als wir über den Fall berichteten waren es erst 44 vergiftete Menschen. Ab 100 Opfer titelt dann auch die etablierte Presse oder die, die es werden will.

. Trackbacken . Thema: Gesundheit,Verbraucherschutz

╗Eine Flasche Vierzigsieben Zehneins, bitte!ź

28.02.06 um 18:11 von Ralph

Ein kurioses Thema fand ich gerade auf dem Ticker des Informationsdienst Wissenschaft. In der Pressemitteilung des Vereins „Zwanzigeins“ wird berichtet, welche gesellschaftlichen, politischen und insbesondere wirtschaftlichen Schäden durch die verdrehte deutsche Zahlensprechweise entstehen können: Zahlendreher mit Folgen. Die Diskussion um die deutsche Zahlensprechweise ist demnach nicht neu: Bereits im Jahr 1900 hat der damalige Direktor der Sternwarte Berlin, Wilhelm Förster, eine entsprechende Reform vorgeschlagen und auf Missstände im Zählungs- und Rechnungsverkehr hingewiesen, die durch die Aussprache verursacht werden. Die Presse berichtete schon letztes Jahr darüber:

„Eine Flasche Vierzigsieben Zehneins, bitte!“ – Stern.
Die Zahlsprech-Reform – Süddeutsche

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ITX-Gift im Saft – Ein Ende in Sicht?

25.02.06 um 17:27 von Ralph

Auch wenn es die verantwortlichen Politiker kaum interessiert, die Deutsche Umwelthilfe fahndet weiter nach der ITX-Chemikalie in Säften (ich berichtete): Im taz-Artikel Ein bisschen Gift darf sein steht dazu:

Nach neuen Analysen der DUH enthalten auch Fruchtsäfte, die häufig von Kindern konsumiert werden, die Chemikalie. In den 0,2-Liter-Kartons des „Multi Vitamin Saft hohes C“ von Eckes-Granini wurden 405 Mikrogramm ITX pro Kilogramm festgestellt – achtmal so viel wie der vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Grenzwert. Er liegt bei 50 Mikrogramm.

Positiv auf ITX getestet wurden auch „Frucht sei Dank Apfel-Sanddorn-Fruchtsaftgetränk“ (275 Mikrogramm ITX), „Christinen Vitazell Orangen-Karotten-Zitronen-Vitamingetränk“ (266 Mikrogramm) sowie „Rio Grande Premium Orangensaft“ von Edeka (139 Mikrogramm).

Die Verpackungs-Industrie reagierte bereits, möchte aber noch gerne ihre Lagerbestände loswerden.

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Schlachtabfälle in Gelantine? Bitte antworten!

23.02.06 um 13:02 von Ralph

Ein Grund, der es rechtfertigen würde, Industriediener wie Seehofer und seine roten Kollegen zum Teufel zu jagen, ist der, dass sie dreist Verbraucherschutz versprechen, aber das Gegenteil von dem tun. Deutlich wird das an dem Entwurf des Verbraucherinformations-Gesetzes und der Kritik daran. Im Vergleich zu den Informationspflichten in anderen EU-Staaten bewirke der Entwurf geradezu das Gegenteil:

„In Großbritannien, Dänemark, Irland, Ungarn und vielen anderen Ländern müssen Unternehmen stichhaltig begründen, warum sie Information nicht geben“, sagte Umweltjurist Michael Günther. Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse beispielsweise müssten detailliert belegt werden – nur dann könnte die Auskunft verweigert werden. „Nach Seehofers Gesetz muss dagegen der Verbraucher begründen, warum ein Unternehmen eine Information geben soll“, so Günther. Weil Unternehmen sich hierzulande aber immer auf das „Betriebsgeheimnis“ berufen könnten, müsste praktisch niemand Auskünfte geben.

Interessant ist der Artikel Betriebsgeheimnis Lutschbonbon auch im Hinblick auf konkrete Beispiele wie das folgende:

Zum Beispiel Haribo: Foodwatch fragte nach Handelsbeziehungen zum Gelantinehersteller Reinert. Dieser hatte umdeklarierte Schlachtabfälle als Rohstoffe zur Gelantineherstellung verwendet. Wie lecker also sind die Goldbären? Antwort von Haribo: Reinert habe eidesstattlich versichert, dass die Gelatine für Haribo keine Schlachtabfälle enthält.

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Schlachtabfälle in Gelantine? Bitte antworten!

23.02.06 um 13:02 von Ralph

Ein Grund, der es rechtfertigen würde, Industriediener wie Seehofer und seine roten Kollegen zum Teufel zu jagen, ist der, dass sie dreist Verbraucherschutz versprechen, aber das Gegenteil von dem tun. Deutlich wird das an dem Entwurf des Verbraucherinformations-Gesetzes und der Kritik daran. Im Vergleich zu den Informationspflichten in anderen EU-Staaten bewirke der Entwurf geradezu das Gegenteil:

„In Großbritannien, Dänemark, Irland, Ungarn und vielen anderen Ländern müssen Unternehmen stichhaltig begründen, warum sie Information nicht geben“, sagte Umweltjurist Michael Günther. Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse beispielsweise müssten detailliert belegt werden – nur dann könnte die Auskunft verweigert werden. „Nach Seehofers Gesetz muss dagegen der Verbraucher begründen, warum ein Unternehmen eine Information geben soll“, so Günther. Weil Unternehmen sich hierzulande aber immer auf das „Betriebsgeheimnis“ berufen könnten, müsste praktisch niemand Auskünfte geben.

Interessant ist der Artikel Betriebsgeheimnis Lutschbonbon auch im Hinblick auf konkrete Beispiele wie das folgende:

Zum Beispiel Haribo: Foodwatch fragte nach Handelsbeziehungen zum Gelantinehersteller Reinert. Dieser hatte umdeklarierte Schlachtabfälle als Rohstoffe zur Gelantineherstellung verwendet. Wie lecker also sind die Goldbären? Antwort von Haribo: Reinert habe eidesstattlich versichert, dass die Gelatine für Haribo keine Schlachtabfälle enthält.

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Bio-Boom und Bio-Siegel

20.02.06 um 18:30 von Ralph

In der taz ist heute der „Bio-Boom“ ein Brennpunkt-Thema. Ein Artikel stellt die Bio-Label vor, ein anderer klärt uns über eine geplante EU-Verordnung auf, die die „Biokriterien“ aufweiche: Auf die Packung kommt es an. Interessant ist auch der Bericht über 60 neue Ökosupermärkte im Jahre 2005 und wer die Verlierer sind. Zuguterletzt sei noch der Artikel Lasst die Sau raus! empfohlen, der anhand der Schweinehaltung zeigt, was Öko eigentlich ist.

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Abwarten und Chemie trinken

8.02.06 um 14:00 von Ralph

Leider gibt es nur schlechte Neuigkeiten über ITX in Säften mit Kartonverpackung. So fand die Deutsche Umwelthilfe Spitzenwerte von ITX in der Marke hohes C und im Wellness-Drink Marke Aloe-Vera-Drink. Konsumschutzminister Horst Seehofer verweigert weiterhin Schutzmaßnahmen. Erst wenn die gesundheitsschädliche Wirkung von ITX wissenschaftlich nachgewiesen sei, wäre politisches Handeln sinnvoll. Die Mentalität dahinter: Den Bürgern ruhig den Gifttest machen lassen und abwarten, ob es wirkt.

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Glassplitter im Joghurt – Ceralien mit Metallteilen

5.02.06 um 15:49 von Ralph

Achtung vor Bauer-Fruchtjoghurt, darin können Glassplitter enthalten sein, die zu Verletzungen führen können. Da wir gerade dabei sind: „Die Firma C. Hahne Mühlenwerke rief Frühstücks-Cerealien wegen möglicher Metallteile zurück.“ tagesschau: Bauer ruft Erdbeer-Joghurt zurück

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Im Angebot: Datensätze aus digitialem Personalausweis

2.02.06 um 02:01 von Ralph

Nicht allein zur Förderung des hiesigen Marketings plant die Bundesregierung, Datensätze aus dem digitalen Personalausweis an die Wirtschaft zu verkaufen, pro Datensatz könnten 40 bis 50 Cent fällig werden, praktisch online bestellbar. Wenn das nicht wahr wär, wärs ein Fake. Wenn es wahr wird, fordern wir frech wie netzpolitik.org: Umsatzbeteiligung.

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Im Angebot: Datensätze aus digitialem Personalausweis

2.02.06 um 02:01 von Ralph

Nicht allein zur Förderung des hiesigen Marketings plant die Bundesregierung, Datensätze aus dem digitalen Personalausweis an die Wirtschaft zu verkaufen, pro Datensatz könnten 40 bis 50 Cent fällig werden, praktisch online bestellbar. Wenn das nicht wahr wär, wärs ein Fake. Wenn es wahr wird, fordern wir frech wie netzpolitik.org: Umsatzbeteiligung.

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Woher kommt der Hirsch-Edelgulasch?

1.02.06 um 14:50 von Ralph

Gestern nun ist der Wildfleischskandal auch in NRW angekommen. Durch eine aufmerksame Frau aus Soest ins Rollen gebracht, sind gestern 1,8 Tonnen Wildfleisch und Hirsch-Edelgulasch aus dem Verkehr gezogen worden. Interessant im Zusammenhang mit dem Edelfleisch: Die Deutschen verzehren pro Kopf und Jahr 61 Kilo Fleisch, davon sind 0,8 Kilo Wild, was immerhin auch noch 500.000 Tonnen sind. Die hiesige Produktion kann den Bedarf nicht decken, deshalb wird vorwiegend aus Australien, Argentinien und Neuseeland importiert. Hier aber von Wildfleisch zu reden, werde der Realität nicht immer gerecht:

Mindestens 60 Prozent des Wilds wird vom Großhändler geliefert. Allerdings ist dieses Fleisch nicht immer „wild“: In Neuseeland etwa wird das Damwild vor allem von Mastfarmen gezüchtet, die Tiere leben auf umzäunten Weiden.Torsten Reinwald vom Jagdschutzverband fürchtet deshalb, „dass die Tiere mit Hormonen und Antibiotika behandelt sein könnten“.

Auch hier gilt dann, saisonale Angebote zu achten. Hauptsaison für Rehe und Hasen sei der Dezember und wer sicher gehen will, kaufe das Fleisch beim Förster. taz: Importschlager frische Hirschkalbskeule

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Teil 2: ITX-Gift in Frucht- und Gemüsesäften

31.01.06 um 11:58 von Ralph

Beim Schreiben von Druckerfarbe in Billig-Saft habe ich bereits befürchtet, dass nicht nur die Aldi- und Lidl-Saft die Chemikalie ITX aus Kartonverpackungen enthalten werden. Die Deutsche Umwelthilfe hat das Gift auch in Tomaten- und Multivitaminsäften nachweisen können und warnt, dass Säfte zum Teil stärker belastet sind als bisher bekannt. Im einem Interview mit der taz warnt der Toxikologe Herbert Kruse, ITX zu bagatellisieren.

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Teil 2: ITX-Gift in Frucht- und Gemüsesäften

31.01.06 um 11:58 von Ralph

Beim Schreiben von Druckerfarbe in Billig-Saft habe ich bereits befürchtet, dass nicht nur die Aldi- und Lidl-Saft die Chemikalie ITX aus Kartonverpackungen enthalten werden. Die Deutsche Umwelthilfe hat das Gift auch in Tomaten- und Multivitaminsäften nachweisen können und warnt, dass Säfte zum Teil stärker belastet sind als bisher bekannt. Im einem Interview mit der taz warnt der Toxikologe Herbert Kruse, ITX zu bagatellisieren.

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DECT-Telefone mit maximaler Dauerstrahlung

30.01.06 um 14:01 von Ralph

In der akuellen Ausgabe von Ökotest 2/2006 werden DECT-Telefone getestet. Das Gesamtergebnis ist miserabel. 2 von 13 gestesteten Schnurlostelefonen schalten das hochfrequente Dauerstrahlen mit maximaler Leistung ab, wenn sie in der Basisstation liegen. Alle anderen funken kräftig weiter. Wie steht es eigentlich bei Euch mit dem Elektrosmog-Trio Handy, WLAN und DECT?

4 Kommentare . Trackbacken . Thema: Gesundheit,Produktwelt,Verbraucherschutz

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