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Konsum, Alltag und Globalisierung

Beiträge zum Thema Konsumkritik

»Die Walmartisierung der Welt«

10.02.06 um 20:01 von Ralph

Es lohnt sich, nach einem Monat die Site der Le Monde Diplomatique zu besuchen, denn dann sind die Artikel der Vormonats-Ausgabe online. So las ich letzten Monat 2 Artikel über den Konzern Wal-Mart, der 2005 sage und schreibe 310 Milliarden Dollar Umsatz machte und zugleich der größte Arbeitgeber der Welt ist. Der Text Wal-Mart: Im Anfang waren Wassermelonen beschäftigt sich mit der Geschichte und den Geschäftspraktiken des Konzerns und zeigt, dass der Preis für die Billigpreise für Arbeitnehmer, Umwelt und Konkurrenz sehr hoch ist. Der 2. Text berichtet über Wal-Mart und seine Sweatshops in Swasiland und anderswo: Die Löhne bleiben unten, immer. Beide Texte belegen, dass die Billigpreise auf Lohndumping, Gewerkschaftsfeindlichkeit, asoziale Arbeitsbedingungen und Ausbeutung von Kinder, Frauen und Männer in Asien und Afrika beruhen.

3 Kommentare . Trackbacken . Thema: Globalisierung,Konsumkritik

Die Walmartisierung der Welt

10.02.06 um 20:01 von Ralph

Es lohnt sich, nach einem Monat die Site der Le Monde Diplomatique zu besuchen, denn dann sind die Artikel der Vormonats-Ausgabe online. So las ich letzten Monat 2 Artikel über den Konzern Wal-Mart, der 2005 sage und schreibe 310 Milliarden Dollar Umsatz machte und zugleich der größte Arbeitgeber der Welt ist. Der Text Wal-Mart: Im Anfang waren Wassermelonen beschäftigt sich mit der Geschichte und den Geschäftspraktiken des Konzerns und zeigt, dass der Preis für die Billigpreise für Arbeitnehmer, Umwelt und Konkurrenz sehr hoch ist. Der 2. Text berichtet über Wal-Mart und seine Sweatshops in Swasiland und anderswo: Die Löhne bleiben unten, immer. Beide Texte belegen, dass die Billigpreise auf Lohndumping, Gewerkschaftsfeindlichkeit, asoziale Arbeitsbedingungen und Ausbeutung von Kinder, Frauen und Männer in Asien und Afrika beruhen.

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iNeed – And weNeed ConsumerWatch

9.02.06 um 14:20 von Ralph

iNeed.jpg Die Budgets der NGOs und staatlich geförderten Organisationen, die Umweltschutz auf ihrer Agenda stehen haben, sind millionenschwer. Aktive Kritik an Konsumenten, Kritik, die dem Schnäppchenjäger und Billigfleischesser, den Raser und Energieverschwender mit ideenreichen Aktionen konfrontiert, wird von dem Geld kaum finanziert. Eine kleine wendige Organisation, die echtes Consumer Watch betreibt, gibt es nicht, wäre aber nach Bernhard Pötter dringend zu wünschen (dazu später mehr in einem Interview). Erste Ansätze lassen sich in der Streetart finden, wie das Foto iNeed in diesem Beitrag zeigt. Ich habe es gefunden im Weblog 1+1=1, in dem ein treffender Text und weitere Links zu dieser Art Streetart zu finden sind: Die Fratze unseres vom Rest der Welt gestohlenen Wohlstands illustriert Mantis.

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Ich war ein Stromfresser

7.02.06 um 15:45 von Ralph

In dem überaus informativen Buch Kunde Köng ruiniert sein Land (die Buchverlosung für einen Linktipp dauert an ;-) las ich gestern, dass die 30 Prozent Einsparung an Energie, Wasser und Waschmittel der letzten 30 Jahre durch vermehrtes Wäschewaschen zunichte gemacht werde. 14,6 Prozent des Trinkwassers würden fürs Waschen gebraucht, 3,6 Prozent des Stromverbrauchs gingen für den Betrieb von Waschmaschinen drauf.

Stichwort Stand-by-Modus: Dieser bei Deutschen sehr beliebte Modus sorgt im Jahr für eine Energeiverschwendung von circa 20,5 Milliarden Kilowatt Strom. Das sei anderthalb mal so viel wie ganz Berlin verbrauche.

Das sind nur 2 Beispiele dafür, wie gedankenloses Verhalten eine gigantische Energieverschwendung in Gang hält. Dabei ist nichts einfacher als Energiesparen, falls man bereit ist, ein paar Verhaltensänderungen in Kauf zu nehmen. Ich persönlich hadere nur noch mit Energiespar-Lampen, aber nicht mehr lange. In der Regel beachten Verena und ich folgende Dinge beim Umgang mit Energie im Haushalt:

  • Dem Stromfresser Stand-by-Modus begegnen wir mit Mehrfachsteckern, die einen Ausschalter haben. Für ein Heimbüro ist das eine sehr sinnvolle Massnahme. Zwei Schalter nach Büroschluss reichen, um fast alle Geräte wirklich auszuschalten. Ladegeräte wie für das Handy sind aber trotzdem nicht dauerhaft am Stromnetz angeschlossen.
  • Nicht jedes Kleidungstück muß sofort in die Wäsche. Vor 40 Jahren wurde pro Haushalt noch viel weniger gewaschen und die Leute waren nicht ungepflegter. Auch bei der Temperaturwahl bleiben wir unter den Empfehlungen. Wir waschen mit Temperaturen zwischen 30 und 50 Grad und so gut wie nie mit 90 Grad. Die Vorwäsche fällt meistens aus. Waschpulver nehmen wir immer weniger als empfohlen. Die Wäsche wird an der Luft getrocknet.
  • Soweit es geht, vermeiden wir das Laufenlassen von Wasser beim Waschen, Zähneputzen und in der Küche. Als Telearbeiter muss ich auch nicht jeden Tag duschen, so schnell stinkt man nicht! ;-)
  • Obwohl wir viel und lange vor dem Computer sitzen, achten wir im Winter auf eine Raumtemperatur, die um die 20 Grad liegt. Das ist nicht immer einfach, vor allem wenn die Füsse vor lauter Sitzen kalt werden. Aufstehen und sich bewegen ist dann das Motto.
  • Beim Kochen achten wir darauf, die Herdplatten rechtzeitig auszuschalten. Unser Herd hat die höchste Klasse der Energieeffizienz. Eier kochen wir nur mit sehr wenig Wasser. Beim Wassererhitzen legen wir den Deckel auf den Topf.

Weitere Tipps von Euch werden hier gerne gelesen. Im Web ist eine Anlaufstelle die Website EcoTopTen. Dort gibt es eine recht ausführliche Broschüre names 99 Wege Strom zu sparen (PDF 1,3 MB) von der Verbraucherzentrale NRW, die auch auf der Seite 10 Stromspar-Tipps für Sie zu finden ist.

2 Kommentare . Trackbacken . Thema: Energie,Konsumerfahrung,Konsumkritik

Pommfix für wen?

6.02.06 um 21:20 von Ralph

pommfix.jpg Heute schauen wir uns an, wie uns eine REWE-Filiale an der Nase herumführt. In dieser Filiale wird die in Plastikfolie eingeschweisste Kartoffel Pommfix als ein wahnsinnig erfolgversprechendes Produkt für 29 Cent angeboten. Gerade all die armen Menschen, die keine Lust oder wenig Zeit hätten, Kartoffeln zu kochen, kämen prima auf ihre Kosten, den Pommfix kann man tatsächlich in die Mikrowelle stecken. Dass man das auch mit normalen Kartoffeln tun könnte, die zudem nicht mit Keimhemmern behandelt wurden, wird tunlichst verschwiegen. Was könnten eigentlich Aktivisten gegen den Verpackungswahn in dem Fall tun? Eventuell den Geschäftsführer der Filiale mit Pommfix bewerfen, bis ein Treffer vor dem Kopf für einen Erkenntnisschub sorgt? Update: Die Aufmerksamkeitskreise gegenüber der unsäglichen Pommfix weiten sich. Früh am Start: Diese Damen kennen sie schon, die neuen POMMFIX! und die Erlebnis-Kartoffel für Kids und die Riesenmaschine hat sie auch entdeckt.

. Trackbacken . Thema: Konsumkritik,Produktwelt

Pommfix für wen?

6.02.06 um 21:20 von Ralph

pommfix.jpg Heute schauen wir uns an, wie uns eine REWE-Filiale an der Nase herumführt. In dieser Filiale wird die in Plastikfolie eingeschweisste Kartoffel Pommfix als ein wahnsinnig erfolgversprechendes Produkt für 29 Cent angeboten. Gerade all die armen Menschen, die keine Lust oder wenig Zeit hätten, Kartoffeln zu kochen, kämen prima auf ihre Kosten, den Pommfix kann man tatsächlich in die Mikrowelle stecken. Dass man das auch mit normalen Kartoffeln tun könnte, die zudem nicht mit Keimhemmern behandelt wurden, wird tunlichst verschwiegen. Was könnten eigentlich Aktivisten gegen den Verpackungswahn in dem Fall tun? Eventuell den Geschäftsführer der Filiale mit Pommfix bewerfen, bis ein Treffer vor dem Kopf für einen Erkenntnisschub sorgt? Update: Die Aufmerksamkeitskreise gegenüber der unsäglichen Pommfix weiten sich. Früh am Start: Diese Damen kennen sie schon, die neuen POMMFIX! und die Erlebnis-Kartoffel für Kids und die Riesenmaschine hat sie auch entdeckt.

5 Kommentare . Trackbacken . Thema: Konsumkritik,Produktwelt

Fleischbetrug: Skandal im Skandal im Skandal?

6.02.06 um 20:31 von Ralph

Was ist der wirkliche Skandal von Fleischskandalen im allgemeinen und wie im Fall Berger im besonderen? Dass die Firma Berger seit 1998 bei Vergehen erwischt wurde, wie die junge Welt in dem Artikel Von nichts gewußt? berichtet? So wurde der Berger GmbH im August 2002 bei der Einfuhr von 6.000 Kilo hoch mit Chloramphenicol belastetem Kaninchenfleisch aus China ertappt. Oder dass gerade die Behörden den Fleischhandel kontrollieren, die gleichzeitig ein großes Interesse am Erhalt der Gewerbesteuer haben, die die kriminellen Fleischhändler ja immerhin bezahlen? Oder dass bei Verstößen maximal 20.000 Euro Bussgeld verhängt werden können? Oder dass es keine Kontrolle über Schlachtabfälle gibt? In der BRD gibt es davon immerhin 2,5 Millionen Tonnen im Jahr.

Fest steht derweil, dass der Unwille der politisch Verantwortlichen, die Strafen beträchtlich zu erhöhen und die Kontrollen effektiver und unabhängiger zu machen, besonders ausgeprägt ist. Abgesehen davon, bewirkt wohl der beste Verbaucherschutz nur wenig, wenn ein Großteil immer billigeres Fleisch kauft und somit das Preisdumping geradezu profitabel macht. Da liegt der Schluß nahe, dass der Verbraucher der beste Komplize einer verluderten und verrohten Branche ist.

Wie schnell die Fleischverbrecher und Tierquäler der billigen Fleischproduktion wohl aus dem Spiel wären, wenn wir uns auf Fleischgenuss an bestimmten Tagen freuen und konsequent darauf achten würden, kein Fleisch zu kaufen, dessen Herkunft wir nicht kennen. Aber in einem Deutschland ohne Esskultur ist das natürlich nur ein schöner Traum.

. Trackbacken . Thema: Ernährung,Konsumkritik

Leid ausbeuten für die Quote

3.02.06 um 00:13 von Ralph

Wie pervers ist das. Der Disney-Konzern plant die Reality-Show Miracle Workers. Ab Frühjahr werden auf ABC neue Behandlungsmethoden an Sterbenskranken getestet, die sich sonst keine Behandlung leisten können.

. Trackbacken . Thema: Konsumkritik

Leid ausbeuten für die Quote

3.02.06 um 00:13 von Ralph

Wie pervers ist das. Der Disney-Konzern plant die Reality-Show Miracle Workers. Ab Frühjahr werden auf ABC neue Behandlungsmethoden an Sterbenskranken getestet, die sich sonst keine Behandlung leisten können.

2 Kommentare . Trackbacken . Thema: Konsumkritik

Buchverlosung zum Thema Konsumkritik

2.02.06 um 23:49 von Ralph

koenig-kunde.pngEs passieren Dinge manchmal, da rufe ich ein spontanes Witzig! aus. So habe ich heute darüber nachgedacht, wie ich ein Exemplar des Buches König Kunde ruiniert sein Land von Bernhard Pötter hier unter die geschätzten Leser bringen könnte (gedankt sei auch dem oekom verlag, der ein Freiexemplar spendierte). Just heute Abend entdecke ich bei Manuela eine Buchverlosung und dachte gleich: Klasse! So portiere ich nun diese Idee in dieses Blog und frage Euch nach einem wirklich guten Link, der zu einer originellen, kritischen, witzigen, informativen, sarkastischen Webseite zum Thema Konsumkritik führt. Wer den in meinen Augen besten Link postet, wird belohnt und bekommt das neue Buch umgehend zugeschickt. Auf die Plätze fertig Kommentar. ;-)

15 Kommentare . Trackbacken . Thema: Konsumkritik

Wasserkopf der Gesundheitsapostel

27.01.06 um 18:02 von Ralph

Längst bin ich skeptisch gegenüber der Forderung der Gesundheitsapostel geworden, dass jeden Tag 2 Liter Wasser zu trinken sind, wenn man gesund bleiben will. Skeptisch macht mich dementsprechend auch ein Artikel der Öko-News, der unter der Überschrift Mineralwasser – Wasser ist Leben PR für die Mineralwasser-Industrie macht. Mineralwasser wird als gesundes Kulturgut hochstilisiert und als schmackhafte Zutat für die besten Köche aus aller Welt bezeichnet. Dabei ist noch lange nicht untersucht, wieviel Uran in diversen Mineralwasser-Marken enthalten ist, geschweige denn Grenzwerte festgelegt. Nebenbei frage ich mich, wie die Menschen vor 50 oder 100 Jahren ohne Mineralwasser überlebt haben und wie sie den heute geforderten Bedarf deckten.

6 Kommentare . Trackbacken . Thema: Ernährung,Konsumkritik,Umweltschutz

Papierwut in Deutschland

26.01.06 um 10:31 von Ralph

Jedes Jahr werde weltweit eine Fläche von 590.000 Hektar Wald (doppelt so groß wie das Saarland) für deutsche Papier- und Zellstoffimporte gerodet. Der Stoff für die deutsche Papierproduktion stamme aus 130 Ländern, nur 6 Prozent des Zellstoffs stammten aus deutschen Wäldern, berichtet die taz in dem Artikel Weltweites Waldsterben made in Germany. Jeder Deutsche verbrauche laut der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald jährlich 235 kg Papier. Der Verbrauch von Recyclingpapier sei von Ende der Achtzigerjahre bis 2002 um 80 Prozent zurückgegangen. Bleibt die Frage, wie es um meinen Papierverbrauch steht. Dazu in Kürze wohl einen seperaten Eintrag.

Themenverwandtes Posting: Ein ganzer Wald für meinen Arsch

2 Kommentare . Trackbacken . Thema: Konsumkritik,Umweltschutz

Umfrage: Geiz ist krank

21.01.06 um 14:00 von Ralph

Damit die neusten Antworten der Umfrage 7 Fragen zu Konsum und Umwelt nicht ganz untergehen, möchte ich sie vorstellen: So zeigt Silvan an einigen Beispielen auf, was preiswert ist und die Umwelt schont, um zu den Schluß zu kommen:

Wer heute noch behauptet, dass ein gesundes und ökologisches Leben zu teuer und für viele nicht finanzierbar sei, ist zu faul zum Denken und schlichtweg nicht informiert.

In den gestern veröffentlichten Antworten von Christian finden wir einen Vorschlag für eine Kampagne gegen die Geiz-ist-geil-Mentalität. Er zitiert:

»Du bist geizig. Du kaufst beim Discounter ein. Du ruinierst Arbeitsplätze und die Qualität Deiner Produkte. Denn Du bist ein Sparfuchs. Du versaust Dir Deine Lebensqualität ganz alleine.«

Update: Weitere ausführliche Antworten auf Towandas Turbulenzen:

Der Fleischskandal hat mir bewußt gemacht, wie rücksichtslos wir mit Mitgeschöpfen umgehen. Ich meine, das Tier zum Fleisch, das für 99 Cent als Steak in der Plastikschale liegt, kann kein gutes Leben gehabt haben, oder?

. Trackbacken . Thema: Konsumerfahrung,Konsumkritik

Coca Cola – Zwischen Boykott und Versuchung

21.01.06 um 13:31 von Ralph

Marketing-Experte Franz-Rudolf Esch hat wohl recht, wenn er Coca Cola als eine extrem starke Marke bezeichnet, die kaum zu schädigen ist. Wie weit die süße Brause in das Konsumverhalten eingedrungen ist, konnte ich an mir beobachten, als ich beschloß, Coca Cola-Produkte zu meiden. Unterwegs auf Autobahnen, auf Partys, die ich gab, bei Durst während des Tages in Kneipen oder sonstwo, war ein innerer Widerstand zu mobilisieren, um nicht schwach zu werden. Es war schlicht eine Selbstverständichkeit geworden, eine Cola zu trinken, nicht ohne weiteres abstellbar.

Erstaunlich auch die Reaktionen von Bekannten und Freunden, denen ich meine Absicht mitteilte und die mich ansahen, als wollte ich ihnen die Atemluft streitig machen. Da half auch kein Aufzählen der Fakten und Beschuldigungen: Der dringende Verdacht, dass Coca Cola in Kolumbien acht Gewerkschaftführer durch Paramilitärs ermorden ließ. Die Vorwürfe, dass Coca Cola in Indien in der Umgebung von Abfüllfabriken Wasserknappheit, Grundwasser- und Bodenverschmutzung verursache und firmeneigenen Giftmüll mit Cadmium und Blei als Dünger verkaufe sowie in Mexiko eine agressive Aneignung des Wassers betreibe. Aber der Drang nach dem Zuckerwasser ist stärker als die Forderung, Menschenrechte zu achten und viele, die Coca Cola boykottieren, sind wohl auch ab und zu schwach geworden, und sei es, um einen dringenden Kinderwunsch zu erfüllen.

Nichtsdestotrotz ist der aktuelle Boykott Stop Killer Coke ein zwar nicht sonderlich erfolgreiches aber doch kleines Mosaiksteinchen zu mehr Bewusstsein und öffentlichen Druck. Immerhin gelang es in Italien, die Gewerkschaften gegen Coca Cola Sponsoring zu mobilisieren, was hierzulande im Zuge der Fussballweltmeisterschaft auch gelingen müsste. Denn die große Dienstleistunggewerkschaft Verdi hat bereits im Herbst 2003 zu einem Boykott von Coca Cola aufgerufen, was aber nicht gerade an die große Glocke gehangen wurde. Auf der Website der größten deutschen Gewerkschaft ist dazu nichts zu finden. Wäre trotzdem bei Verdi zu erfragen, ob die hierzulande stattfindende Kritik an Coca Cola wenigstens zur WM öffentlichkeitswirksam von Verdi unterstützt wird. Viel Hoffnung darf man sich wohl nicht machen.

4 Kommentare . Trackbacken . Thema: Konsumkritik,Protest & Kampagne

Unser täglich eBay

20.01.06 um 22:36 von Ralph

Welche Bedeutung eBay für das Kaufen und Verkaufen in Deutschland hat, deutet vielleicht der Fakt an, dass 18.378.000 unterschiedliche Nutzer eBay im November 2005 besuchten, glaube ich den eBay-Fakten in der taz zwei. Interessant ist zudem der Artikel Drei, zwei, eins – keins von Dieter Grönling, der uns etwas über die Story eBay, über das Bieten und Sniper-Software erzählt. Und zum Schluß schreibt er:

eBay besitzt längst so etwas wie das weltweite Monopol auf Online-Auktionen und hat die Mitbewerber weitgehend verdrängt. Die Firma expandiert munter weiter – mit Skype, dem aufgekauften Anbieter für Internet-Telefonie, mit Kijiji, dem Portal für Kleinanzeigen, und mit vielem anderen. Ganz wie die Gebrüder Samwer: Die gründeten nach ihrem eBay-Ausstieg das Unternehmen Jamba und nervten fortan die Welt mit Klingeltönen.

. Trackbacken . Thema: Konsumkritik

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