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Beiträge zum Thema Ernährung

Keine Angst vor Cholesterin

24.02.06 um 14:42 von Ralph

Bis vor kurzen gehörte Cholesterin in meinem Kopf noch zu den großen Menschenfeinden, ohne dass ich in meiner Ernährung auf den Bösewicht geachtet hätte. Seit der Lektüre von Prost Mahlzeit – Krank durch gesunde Ernährung habe ich ein anderes Bild. Denmach ist Cholesterin wichtiger als Vitamine. Menschliche Organe bestehen in hohen reinen Anteilen aus Cholesterin (ohne Wasser: Gehirn 10 bis 20%, Herz 10% usw.), die Muttermilch enthält doppelt soviel Cholesterin wie Kuhmilch. Cholesterin kommt zudem in allen Lebensmitteln vor, ob tierisch oder pflanzlich und kann in sehr unterschiedlichen Werten im Körper jedes einzelnen Menschen vorkommen, ohne dass die Substanz ungesund werden muss. Fest steht, ohne Cholesterin könnten wir nicht leben!

Cholesterin…

  • stablisiert und schützt die Zellmembranen
  • ist Ausgangsstoff für Gallensäuren, die zur Fettverdauung benötigt werden
  • ist der Grundstoff für die meisten Sexualhormone
  • liefert die Ausgangssubstanz von Stresshormonen
  • schützt die Haut
  • wird in der Haut zur Bildung von Vitamin D benötigt
  • unterstützt das Immunsystem
  • verhindert Missbildungen beim Embryo.

Festhalten läßt sich, das Cholesterin ein hochgeputschter Sündenbock der Ernährungsindustrie ist (die in den USA gar cholesterinfreies Mineralwasser anbietet). Cholesterin ist nicht für den Herztod vieler Millionen Menschen verantwortlich zu machen, aber als Schreckensgespenst födert es das Geschäft mit der Angst, wobei die Produkte, auf die man unaufgeklärt ausweicht, oftmals ungesünder sind als ein ordentliches Stück cholesterinreicher Nahrung.

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keine kohle fuer gutes essen?

22.02.06 um 03:49 von Ralph

der kampfrentner
propagiert mit wohl ein bisschen bitterer ironie nudeln mit allerhand, aehm, muell.
essen ist das nach meinen vorgaben nicht.
ich bin verwoehnt, komme aber ja nicht aus der kaviar- und jakobsmuschelnszene.
meine familie ist baeuerlich/arbeiterklasse, bei durchschnittlich 7 kinder bei den grosseltern war nicht viel zu wollen.
aber auf den tisch kamen leckere sachen, auch wenn es nicht viel gab.
heute sass ich bei meiner oma und habe so ein kochbuch aus den 60ern gelesen.
fleischreste. hat keiner mehr, oder?
hat auch damit zu tun, das keiner mehr braten kocht. oder braet.
fleischzubereitung hat sich auf kurzgebratenes reduziert.
aus gekochtem gemuese wird auch nichts mehr gemacht. und eingemacht wird auch nicht, denn wer hat noch einen garten, der etwas hergibt.
die familie meiner oma haette weniger gut gegessen, wenn die parzelle mit kartoffeln etc und auch viechern nicht gewesen waere.
eine parzelle(laube, kleingarten) kann vermutlich nur noch ein kleiner teil der hartz4 betroffenen halten. aber man kann sich vielleicht zusammentun mit bekannten. und diese gaerten auch wieder der unterstuetzung des kochtopfs der arbeiterklasse (oder arbeitslosenklasse) zufuehren.
dasselbe gilt fuer einkaufsgemeinschaften. man muss nicht alleine aldikartoffeln kaufen, man kann auch mit freunden und bekannten einen schwung gute kartoffeln kaufen.
zu den rezepten kommen wir dann spaeter.
ein guenstiges und leckeres winterfood ist jedenfalls linseneintopf:
mit richtig guter wurst(gute wiener), guten kartoffeln und gutem essig ist das eine delikatesse.
koche ich morgen. die linsen koennen puy sein. muessen aber nicht, koennen auch ganz normale aus der dose sein.
nur abtropfen und abspuelen. frische kartoffeln, moehren, porree, balsamico essig, ach, ich bekomme schon hunger!

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Bio-Boom und Bio-Siegel

20.02.06 um 18:30 von Ralph

In der taz ist heute der „Bio-Boom“ ein Brennpunkt-Thema. Ein Artikel stellt die Bio-Label vor, ein anderer klärt uns über eine geplante EU-Verordnung auf, die die „Biokriterien“ aufweiche: Auf die Packung kommt es an. Interessant ist auch der Bericht über 60 neue Ökosupermärkte im Jahre 2005 und wer die Verlierer sind. Zuguterletzt sei noch der Artikel Lasst die Sau raus! empfohlen, der anhand der Schweinehaltung zeigt, was Öko eigentlich ist.

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Fairer Reis im Handel

19.02.06 um 22:09 von Ralph

Seit der Biofach 2006 vertreibt TransFair einen Reis mit TransFair-Siegel.

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Deutschland droht Zwangseinfuhr von Genfood

15.02.06 um 04:54 von Ralph

Öko-Test berichtet über eine Rüge der WTO an die EU, nach der Deutschland, Frankreich, Österreich und Griechenland gegen internationale Handelsgesetze verstoßen hätten, indem sie den Import diverser Gentech-Produkte, auch nach der Aufhebung des EU-Einfuhrverbots, mit Hilfe nationaler Risiko-Schutzklauseln verhinderten. Gentechnik-Gegner befürchten nun den Verlust dieses einzig verbliebenen Schutzes vor gentechnisch veränderten Organismen, sollte die WTO eine Klage von den USA, Argentinien und Kanada nach Öffnung des Marktes durchsetzen.
Öko-Test-Artikel: Einfuhr von Gen-Organismen unerwünscht

Wie berechtigt die Befürchtungen der Genfood-Gegner sind, belegt u.a. ein Stern-Artikel, in dem Biologen vor unvorhersehbaren Nebeneffekten gentechnischer Veränderungen an Lebensmitteln und unsicheren, weil zu kurzfristigen Testverfahren warnen.

Besteht also ein Gesundheitsrisiko für Menschen, die Gentech-Lebensmittel essen? Möglicherweise, sagt Katja Moch, Biologin vom Öko-Institut in Freiburg. Für absolute Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen und daraus hergestellter Lebensmittel könne bei derzeitigen Testversuchen niemand garantieren.

Stern-Artikel: Gefährliche Gen-Verschiebung

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Kartoffelshop

13.02.06 um 21:28 von Ralph

Kartoffelvielfalt mit Online-Shop und Informationen über die Aktion Rettet Linda.

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Abwarten und Chemie trinken

8.02.06 um 14:00 von Ralph

Leider gibt es nur schlechte Neuigkeiten über ITX in Säften mit Kartonverpackung. So fand die Deutsche Umwelthilfe Spitzenwerte von ITX in der Marke hohes C und im Wellness-Drink Marke Aloe-Vera-Drink. Konsumschutzminister Horst Seehofer verweigert weiterhin Schutzmaßnahmen. Erst wenn die gesundheitsschädliche Wirkung von ITX wissenschaftlich nachgewiesen sei, wäre politisches Handeln sinnvoll. Die Mentalität dahinter: Den Bürgern ruhig den Gifttest machen lassen und abwarten, ob es wirkt.

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Fleischbetrug: Skandal im Skandal im Skandal?

6.02.06 um 20:31 von Ralph

Was ist der wirkliche Skandal von Fleischskandalen im allgemeinen und wie im Fall Berger im besonderen? Dass die Firma Berger seit 1998 bei Vergehen erwischt wurde, wie die junge Welt in dem Artikel Von nichts gewußt? berichtet? So wurde der Berger GmbH im August 2002 bei der Einfuhr von 6.000 Kilo hoch mit Chloramphenicol belastetem Kaninchenfleisch aus China ertappt. Oder dass gerade die Behörden den Fleischhandel kontrollieren, die gleichzeitig ein großes Interesse am Erhalt der Gewerbesteuer haben, die die kriminellen Fleischhändler ja immerhin bezahlen? Oder dass bei Verstößen maximal 20.000 Euro Bussgeld verhängt werden können? Oder dass es keine Kontrolle über Schlachtabfälle gibt? In der BRD gibt es davon immerhin 2,5 Millionen Tonnen im Jahr.

Fest steht derweil, dass der Unwille der politisch Verantwortlichen, die Strafen beträchtlich zu erhöhen und die Kontrollen effektiver und unabhängiger zu machen, besonders ausgeprägt ist. Abgesehen davon, bewirkt wohl der beste Verbaucherschutz nur wenig, wenn ein Großteil immer billigeres Fleisch kauft und somit das Preisdumping geradezu profitabel macht. Da liegt der Schluß nahe, dass der Verbraucher der beste Komplize einer verluderten und verrohten Branche ist.

Wie schnell die Fleischverbrecher und Tierquäler der billigen Fleischproduktion wohl aus dem Spiel wären, wenn wir uns auf Fleischgenuss an bestimmten Tagen freuen und konsequent darauf achten würden, kein Fleisch zu kaufen, dessen Herkunft wir nicht kennen. Aber in einem Deutschland ohne Esskultur ist das natürlich nur ein schöner Traum.

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Glassplitter im Joghurt – Ceralien mit Metallteilen

5.02.06 um 15:49 von Ralph

Achtung vor Bauer-Fruchtjoghurt, darin können Glassplitter enthalten sein, die zu Verletzungen führen können. Da wir gerade dabei sind: „Die Firma C. Hahne Mühlenwerke rief Frühstücks-Cerealien wegen möglicher Metallteile zurück.“ tagesschau: Bauer ruft Erdbeer-Joghurt zurück

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„Russisches Roulette“ mit der Evolution

3.02.06 um 22:24 von Ralph

Für die 1300 Bauern aus NRW, die Ökolandbau betreiben, brechen trotz steigender Nachfrage schlechte Zeiten an. Die EU-Mittel werden gekürzt und die Landesförderung wird zurückgefahren. Auch der drohende großflächige Anbau von Gen-Mais durch Umsetzung der EU-Freisetzungsrichtlininie in deutsches Recht macht den Bauern große Sorgen. taz-NRW: Biobauern auf der Schattenseite

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Katalog für seltene Kulturpflanzen

2.02.06 um 22:58 von Ralph

Auf alleinsein.de von Ren Lecoutr habe ich die Website des Vereins Vern entdeckt. Hinter dem Kürzel steht der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. Dort finden wir für den kommenden Frühling (der sicher nicht mehr lange auf sich warten läßt ;-) den wirklich schön gemachten Katalog für seltene Kulturpflanzen (PDF, 1MB) und können gegen ein geringes Entgeld Portionstütchen bestellen Klasse Sache! Hier wäre bestimmt ein Ansprechpartner für ein Email-Interview zu finden. ;-)

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Katalog für seltene Kulturpflanzen

2.02.06 um 22:58 von Ralph

Auf alleinsein.de von René Lecoutré habe ich die Website des Vereins Vern entdeckt. Hinter dem Kürzel steht der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. Dort finden wir für den kommenden Frühling (der sicher nicht mehr lange auf sich warten läßt ;-) den wirklich schön gemachten Katalog für seltene Kulturpflanzen (PDF, 1MB) und können gegen ein geringes Entgeld Portionstütchen bestellen Klasse Sache! Hier wäre bestimmt ein Ansprechpartner für ein Email-Interview zu finden. ;-)

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TV-Tipp: Biopiraterie und Patentkriege

1.02.06 um 16:18 von Ralph

Heute um 22:15 Uhr im ZDF: Das patentierte Leben. Über die Dramatik der Biopiraterie und die verworrene Welt der Patentkriege.

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Woher kommt der Hirsch-Edelgulasch?

1.02.06 um 14:50 von Ralph

Gestern nun ist der Wildfleischskandal auch in NRW angekommen. Durch eine aufmerksame Frau aus Soest ins Rollen gebracht, sind gestern 1,8 Tonnen Wildfleisch und Hirsch-Edelgulasch aus dem Verkehr gezogen worden. Interessant im Zusammenhang mit dem Edelfleisch: Die Deutschen verzehren pro Kopf und Jahr 61 Kilo Fleisch, davon sind 0,8 Kilo Wild, was immerhin auch noch 500.000 Tonnen sind. Die hiesige Produktion kann den Bedarf nicht decken, deshalb wird vorwiegend aus Australien, Argentinien und Neuseeland importiert. Hier aber von Wildfleisch zu reden, werde der Realität nicht immer gerecht:

Mindestens 60 Prozent des Wilds wird vom Großhändler geliefert. Allerdings ist dieses Fleisch nicht immer „wild“: In Neuseeland etwa wird das Damwild vor allem von Mastfarmen gezüchtet, die Tiere leben auf umzäunten Weiden.Torsten Reinwald vom Jagdschutzverband fürchtet deshalb, „dass die Tiere mit Hormonen und Antibiotika behandelt sein könnten“.

Auch hier gilt dann, saisonale Angebote zu achten. Hauptsaison für Rehe und Hasen sei der Dezember und wer sicher gehen will, kaufe das Fleisch beim Förster. taz: Importschlager frische Hirschkalbskeule

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Kulturpflanzenvielfalt

1.02.06 um 02:18 von Ralph

Auf der Website von Arche Noah, der Gesellschaft zur Erhaltung und Verbreitung der Kulturpflanzenvielfalt, fand ich den Artikel Gemüse Inkognito – Hintergründe Dort steht, dass von 5000 weltweit kultivierten Pflanzenarten gerade einmal 30 wirtschaftliche Bedeutung haben. Weltweit ernähren sich die meisten Menschen von nur drei: Reis, Mais und Weizen.

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