Konsumblog.de

Konsum, Alltag und Globalisierung

Archiv: Februar 2006

Castorfreund Gabriel

7.02.06 um 00:21 von Ralph

Bundesumweltminister Gabriel, der noch als niedersächsischer Ministerpräsident einen Castortransport zu verhindern wusste, ist nun voll und ganz auf Castor eingestellt: Noch 48 Castoren nach Gorleben. Auch diesmal werden sich die Bürgerinitiativen und Menschen der Region wieder sehr widerständig zeigen.

. Trackbacken . Thema: Energie,Umweltschutz

Pommfix für wen?

6.02.06 um 21:20 von Ralph

pommfix.jpg Heute schauen wir uns an, wie uns eine REWE-Filiale an der Nase herumführt. In dieser Filiale wird die in Plastikfolie eingeschweisste Kartoffel Pommfix als ein wahnsinnig erfolgversprechendes Produkt für 29 Cent angeboten. Gerade all die armen Menschen, die keine Lust oder wenig Zeit hätten, Kartoffeln zu kochen, kämen prima auf ihre Kosten, den Pommfix kann man tatsächlich in die Mikrowelle stecken. Dass man das auch mit normalen Kartoffeln tun könnte, die zudem nicht mit Keimhemmern behandelt wurden, wird tunlichst verschwiegen. Was könnten eigentlich Aktivisten gegen den Verpackungswahn in dem Fall tun? Eventuell den Geschäftsführer der Filiale mit Pommfix bewerfen, bis ein Treffer vor dem Kopf für einen Erkenntnisschub sorgt? Update: Die Aufmerksamkeitskreise gegenüber der unsäglichen Pommfix weiten sich. Früh am Start: Diese Damen kennen sie schon, die neuen POMMFIX! und die Erlebnis-Kartoffel für Kids und die Riesenmaschine hat sie auch entdeckt.

. Trackbacken . Thema: Konsumkritik,Produktwelt

Pommfix für wen?

6.02.06 um 21:20 von Ralph

pommfix.jpg Heute schauen wir uns an, wie uns eine REWE-Filiale an der Nase herumführt. In dieser Filiale wird die in Plastikfolie eingeschweisste Kartoffel Pommfix als ein wahnsinnig erfolgversprechendes Produkt für 29 Cent angeboten. Gerade all die armen Menschen, die keine Lust oder wenig Zeit hätten, Kartoffeln zu kochen, kämen prima auf ihre Kosten, den Pommfix kann man tatsächlich in die Mikrowelle stecken. Dass man das auch mit normalen Kartoffeln tun könnte, die zudem nicht mit Keimhemmern behandelt wurden, wird tunlichst verschwiegen. Was könnten eigentlich Aktivisten gegen den Verpackungswahn in dem Fall tun? Eventuell den Geschäftsführer der Filiale mit Pommfix bewerfen, bis ein Treffer vor dem Kopf für einen Erkenntnisschub sorgt? Update: Die Aufmerksamkeitskreise gegenüber der unsäglichen Pommfix weiten sich. Früh am Start: Diese Damen kennen sie schon, die neuen POMMFIX! und die Erlebnis-Kartoffel für Kids und die Riesenmaschine hat sie auch entdeckt.

5 Kommentare . Trackbacken . Thema: Konsumkritik,Produktwelt

Fleischbetrug: Skandal im Skandal im Skandal?

6.02.06 um 20:31 von Ralph

Was ist der wirkliche Skandal von Fleischskandalen im allgemeinen und wie im Fall Berger im besonderen? Dass die Firma Berger seit 1998 bei Vergehen erwischt wurde, wie die junge Welt in dem Artikel Von nichts gewußt? berichtet? So wurde der Berger GmbH im August 2002 bei der Einfuhr von 6.000 Kilo hoch mit Chloramphenicol belastetem Kaninchenfleisch aus China ertappt. Oder dass gerade die Behörden den Fleischhandel kontrollieren, die gleichzeitig ein großes Interesse am Erhalt der Gewerbesteuer haben, die die kriminellen Fleischhändler ja immerhin bezahlen? Oder dass bei Verstößen maximal 20.000 Euro Bussgeld verhängt werden können? Oder dass es keine Kontrolle über Schlachtabfälle gibt? In der BRD gibt es davon immerhin 2,5 Millionen Tonnen im Jahr.

Fest steht derweil, dass der Unwille der politisch Verantwortlichen, die Strafen beträchtlich zu erhöhen und die Kontrollen effektiver und unabhängiger zu machen, besonders ausgeprägt ist. Abgesehen davon, bewirkt wohl der beste Verbaucherschutz nur wenig, wenn ein Großteil immer billigeres Fleisch kauft und somit das Preisdumping geradezu profitabel macht. Da liegt der Schluß nahe, dass der Verbraucher der beste Komplize einer verluderten und verrohten Branche ist.

Wie schnell die Fleischverbrecher und Tierquäler der billigen Fleischproduktion wohl aus dem Spiel wären, wenn wir uns auf Fleischgenuss an bestimmten Tagen freuen und konsequent darauf achten würden, kein Fleisch zu kaufen, dessen Herkunft wir nicht kennen. Aber in einem Deutschland ohne Esskultur ist das natürlich nur ein schöner Traum.

. Trackbacken . Thema: Ernährung,Konsumkritik

Einblicke in den Emissionshandel

6.02.06 um 19:06 von Ralph

Wer sich bisher den Emissionshandel nicht vorstellen konnte, der lese den folgenden Artikel. Er zeigt konkret, wie dieser von Umweltschützern kritisierte Ablasshandel für die Industrie funktioniert: Klimaschutz im Nadelstreifen.

. Trackbacken . Thema: Klimawandel

Die neue Gerechtigkeit auf dem Luftmarkt

6.02.06 um 16:08 von Ralph

Die Kundschaft war konsterniert, als sie unversehens an der neuen Mautstelle der Luftbezugsgrenze stand. Nur wenige zahlten den Preis für den Übergang in eine höhere Luftstufe, die meisten zogen resigniert oder kopfschüttelnd wieder ab. Dieser Blick auf das Geschehen an der neuen Luftmautstelle Ruhrberger Tal zeigt exemplarisch, dass es unter den Bürgern noch Akzeptanzprobleme gibt, obwohl die Luftprivatisierung bereits in das 3. Jahr geht. Für Unmut sorgte mit Beginn des neuen Jahres vor allem die Luftqualitätsrichtlinie, die für mehr Gerechtigkeit auf dem Luftmarkt sorgen wird. Luft vom Lande wurde im Vergleich zur Stadtluft um 23 Prozent teurer, Stadtluft dagegen günstiger. Das Qualitätsprinzip sorgt für eine Einteilung in insgesamt 5 Stufen der Luftqualität. Die 5. Stufe ist die niedrigste. Sie wird aufgrund der hohen Folgekosten durch Gesundheitsschäden vom Staat subventioniert. Das hält die Preise des 12-Stunden-Atmensatzes auf ein sozialverträgliches Niveau. Die Zeit der Atmungsnot von Hartz IV-Empfänger und aller sozial Schwachen gehört damit der Vergangenheit an. Allerdings hatte die Luftqualitätsrichtlinie eine unerwartete hohe Bevölkerungswanderung vom Land zur Stadt zur Folge. Der Pressesprecher der Sauerstuff & Friends AG dazu: „Zeitweise war die Nachfrage immens groß, aber wir hatten mit Exporten aus chinesischen Metropolen für reichlich Reserven gesorgt. Für diese Weitsicht wurden wir an der Börse mit einer beträchtlichen Kurssteigerung belohnt.“

. Trackbacken . Thema: Globalisierung,Umweltschutz

Glassplitter im Joghurt – Ceralien mit Metallteilen

5.02.06 um 15:49 von Ralph

Achtung vor Bauer-Fruchtjoghurt, darin können Glassplitter enthalten sein, die zu Verletzungen führen können. Da wir gerade dabei sind: „Die Firma C. Hahne Mühlenwerke rief Frühstücks-Cerealien wegen möglicher Metallteile zurück.“ tagesschau: Bauer ruft Erdbeer-Joghurt zurück

. Trackbacken . Thema: Ernährung,Verbraucherschutz

Absicht und Folgen der Bolkestein-Richtlinie

4.02.06 um 14:22 von Ralph

Wer den Begriff Bolkestein-Richtlinie hört, wendet sich eventuell gelangweilt ab. Und vermutet auch nicht, dass diese EU-Dienstleistungsrichtlinie des ehemaligen Kommissars Frits Bolkestein eine sozialpolitische Brisanz in sich trägt, die auch das Angebot von Qualitäts-Produkten und Dienstleistungen vermindern wird.

Im Kern geht um die Regelung des freien Dienstleistungsverkehr im EU-Europa zur Schaffung eines einheitlichen Binnemarktes. Das soll die Umsätze steigern und den Aufschwung fördern. Die Richtlinie soll einheitliche Rahmenbedingungen für Dienstleistungen, vom Einzelhandel über freie Berufe wie Architekten bis hin zu Autovermietungen, Unternehmensberatern und Wachdiensten schaffen.

Besonders umstritten ist das Herkunftslandprinzip. Hört sich kompliziert an, ist aber einfach auf den Punkt gebracht: Firmen, die sich in Deutschland ansiedeln, können unter den Sozialstandards ihres Herkunftslandes arbeiten lassen. Wenn eine große Bäckerei-Firma aus Lettland ihren Mitarbeitern nur 2 Euro die Stunde bezahlt, so dürfte sie das in Deutschland auch tun. Dass Gewerkschaften und Globalisierungskritiker hier Lohndumping wittern, verwundert da nicht:

„Mit Bolkestein werden nicht die höchsten Beschäftigungs-Standards Maßgabe für Dienstleistungen, sondern die niedrigsten. Das wird zu mehr Gewinnen bei den Konzernen, aber zu weniger Rechten bei der Bevölkerung führen – und zu geringerer Qualität“, sagt Ralf Bindel von attac Ruhrgebiet.

In dem aktuellen Entwurf ist das Herkunftslandprinzip abgeschwächt, die Länder könnten es unter bestimmten Bedingungen einschränken. Trotzdem bleibt der Protest aktuell und er wird länderübergreifend organisiert. Anläßlich der Abstimmung des Europäischen Parlaments am 14. Februar 2006 sind Demonstrationen in Berlin und Straßburg geplant.

. Trackbacken . Thema: Protest & Kampagne,Wirtschaftspolitik

„Russisches Roulette“ mit der Evolution

3.02.06 um 22:24 von Ralph

Für die 1300 Bauern aus NRW, die Ökolandbau betreiben, brechen trotz steigender Nachfrage schlechte Zeiten an. Die EU-Mittel werden gekürzt und die Landesförderung wird zurückgefahren. Auch der drohende großflächige Anbau von Gen-Mais durch Umsetzung der EU-Freisetzungsrichtlininie in deutsches Recht macht den Bauern große Sorgen. taz-NRW: Biobauern auf der Schattenseite

. Trackbacken . Thema: Ernährung,Umweltschutz,Wirtschaftspolitik

Leid ausbeuten für die Quote

3.02.06 um 00:13 von Ralph

Wie pervers ist das. Der Disney-Konzern plant die Reality-Show Miracle Workers. Ab Frühjahr werden auf ABC neue Behandlungsmethoden an Sterbenskranken getestet, die sich sonst keine Behandlung leisten können.

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Leid ausbeuten für die Quote

3.02.06 um 00:13 von Ralph

Wie pervers ist das. Der Disney-Konzern plant die Reality-Show Miracle Workers. Ab Frühjahr werden auf ABC neue Behandlungsmethoden an Sterbenskranken getestet, die sich sonst keine Behandlung leisten können.

2 Kommentare . Trackbacken . Thema: Konsumkritik

Buchverlosung zum Thema Konsumkritik

2.02.06 um 23:49 von Ralph

koenig-kunde.pngEs passieren Dinge manchmal, da rufe ich ein spontanes Witzig! aus. So habe ich heute darüber nachgedacht, wie ich ein Exemplar des Buches König Kunde ruiniert sein Land von Bernhard Pötter hier unter die geschätzten Leser bringen könnte (gedankt sei auch dem oekom verlag, der ein Freiexemplar spendierte). Just heute Abend entdecke ich bei Manuela eine Buchverlosung und dachte gleich: Klasse! So portiere ich nun diese Idee in dieses Blog und frage Euch nach einem wirklich guten Link, der zu einer originellen, kritischen, witzigen, informativen, sarkastischen Webseite zum Thema Konsumkritik führt. Wer den in meinen Augen besten Link postet, wird belohnt und bekommt das neue Buch umgehend zugeschickt. Auf die Plätze fertig Kommentar. ;-)

15 Kommentare . Trackbacken . Thema: Konsumkritik

Katalog für seltene Kulturpflanzen

2.02.06 um 22:58 von Ralph

Auf alleinsein.de von Ren Lecoutr habe ich die Website des Vereins Vern entdeckt. Hinter dem Kürzel steht der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. Dort finden wir für den kommenden Frühling (der sicher nicht mehr lange auf sich warten läßt ;-) den wirklich schön gemachten Katalog für seltene Kulturpflanzen (PDF, 1MB) und können gegen ein geringes Entgeld Portionstütchen bestellen Klasse Sache! Hier wäre bestimmt ein Ansprechpartner für ein Email-Interview zu finden. ;-)

. Trackbacken . Thema: Ernährung,Umweltschutz

Katalog für seltene Kulturpflanzen

2.02.06 um 22:58 von Ralph

Auf alleinsein.de von René Lecoutré habe ich die Website des Vereins Vern entdeckt. Hinter dem Kürzel steht der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. Dort finden wir für den kommenden Frühling (der sicher nicht mehr lange auf sich warten läßt ;-) den wirklich schön gemachten Katalog für seltene Kulturpflanzen (PDF, 1MB) und können gegen ein geringes Entgeld Portionstütchen bestellen Klasse Sache! Hier wäre bestimmt ein Ansprechpartner für ein Email-Interview zu finden. ;-)

4 Kommentare . Trackbacken . Thema: Ernährung,Umweltschutz

Im Angebot: Datensätze aus digitialem Personalausweis

2.02.06 um 02:01 von Ralph

Nicht allein zur Förderung des hiesigen Marketings plant die Bundesregierung, Datensätze aus dem digitalen Personalausweis an die Wirtschaft zu verkaufen, pro Datensatz könnten 40 bis 50 Cent fällig werden, praktisch online bestellbar. Wenn das nicht wahr wär, wärs ein Fake. Wenn es wahr wird, fordern wir frech wie netzpolitik.org: Umsatzbeteiligung.

. Trackbacken . Thema: Verbraucherschutz

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